Netgear Orbi und Devolo Gigagate im Test Mit diesen Boxen kommt Ihr WLAN weiter
Netgear Orbi: Der Hersteller hat sich sichtlich bemüht, seinen WLAN-Boxen ein ansehnliches Design zu geben, schließlich soll wenigstens eine davon im Wohnbereich stehen. Leider sind die Orbis sehr groß geraten.
Ein Blick auf die Rückseiten offenbart, dass die Orbis technisch wohl identisch sind. Beide verfügen über vier Gigabit-Netzwerkanschlüsse für verkabelte Netzwerkgeräte.
Die Installation der Orbi wird durch einen digitalen Assistenten stark vereinfacht. Reibungslos funktioniert hier aber nicht alles. Zwar wird der bereits installierte Router erkannt. Doch es werden nicht alle Einstellungen der Orbi dementsprechend gesetzt.
Nach nur wenigen Schritten ist die grundlegende Installation des neuen WLANs erledigt. Für die meisten Anwendungsfälle dürfte sie ausreichen.
Doch erfreulicherweise kümmert sich das System zwischendurch auch noch um die Sicherheit. Für die erste Kontaktaufnahme verwendet man das auf die Orbi aufgeklebte Passwort. Nach erfolgreicher Installation wird man jedoch aufgefordert, dem Netzwerk einen eigene Namen und ein individuelles Passwort zu geben.
Im Anschluss werden die neue Netzwerkdaten noch einmal angezeigt, damit man sie für seine WLAN-Geräte verwenden und beispielsweise abschreiben kann.
Im Anschluss geht es gleich daran, dass WLAN mit dem mitgelieferten Zweit-Orbi, Satellit genannt, zu erweitern. Auch das erfolgt weitgehend automatisch.
Zur Bestätigung wird eine Grafik präsentiert, die das aktive Netzwerk darstellt.
Um in die Feinheiten der WLAN-Konfiguration einzusteigen, muss man den Assistenten beendet und die Konfigurationsseite der Router aufrufen.
Man kann sich in der Benutzeroberfläche der Orbi aber auch einfach einen schnellen Überblick über die wichtigsten Parameter des Netzwerks verschaffen.
Im Leistungstest erreichte die WLAN-Verbindung über den Orbi-Satelliten einen Wert von knapp 93 Megabit pro Sekunde. Eine zum Vergleich per Kabel direkt am Router des Providers vorgenommene Messung ergab einen ähnlichen Wert.
Verglichen mit den Orbi ist das Design von Devolos Gigagate-WLAN-Boxen eher an das herkömmlicher Netzwerk-Hardware angelehnt. Vor allem aber sind sie wesentlich kleiner.
Der große Unterschied zu den Orbi-Router zeigt sich beim Blick auf die Rückseite: Der Master hat nur einen Netzwerkanschluss, mit dem er an den Router des Providers angeschlossen wird. Der Satellit, hier liegt er oben, hat dagegen neben einem Gigabit-Port noch vier Fast-Ethernet-Anschlüsse.
So einfach und komfortabel wie bei Netgear ist die Installation des Devolo-Systems nicht. Die meisten Einstellungen nimmt man über die Browser-Oberfläche der Router vor.
Im Konfigurationsmenü der Basis sind der Netzwerkname und der Schlüssel für das WLAN zum Satelliten fest vorgegeben. Im Bild zu sehen ist auch, dass die Kabelverbindung zum Router am Internetanschluss hier mit Gigabit-Geschwindigkeit erfolgt.
Das leistungsfähige 5-GHz-Frequenzband verwenden die Gigagate-Router nur, um sich miteinander zu verbinden.
Sein eigenes WLAN spannt der Gigagate-Satellit dagegen im oft überfüllten 2,4-GHz-Bereich auf.
Über seine Benutzeroberfläche gibt der Gigagate-Satellit Auskunft darüber, wie schnell die Verbindung zwischen Satellit und Basis funkt.
Diese Übersichtsseite zeigt die Arbeitsweise des Gigagate-Systems: Schnelles 5-GHz-WLAN nur für das System selbst, ein eigenes 2,4-GHz-Netz spannt nur der Satellit auf.
Auch die Leistung der Kabelnetzwerkanschlüsse wird angezeigt. Angeschlossen an einen Fernseher und eine Web-TV-Box zeigt sich, dass für diese Art der Anwendung wohl nicht unbedingt Gigabit-Geschwindigkeit nötig ist.
Beim Aufruf von Devolos iPad-App erscheint dieser Warnhinweis. Offenbar ist die Software schon länger nicht mehr überarbeitet worden.
Auch für PC und Mac bietet Devolo eine "Cockpit" genannte App an. Deren Funktionsumfang ist allerdings bescheiden.
Im Test kam der Datendurchsatz des Gigagate auf weit geringere Werte als die Orbi-Router. Doch der Wert war stabil und reicht dicke, um auf dem Fernseher einen 4K-Videostream zu empfangen und nebenbei im Netz zu surfen.