Rolls-Royce VisionNext100 Autos mit Anzug
Das skurrile Außendesign der Rolls-Royce-Studie ist nicht nur Provokation. Sondern es soll auch zeigen, was beim Coachbuilding 2.0 möglich wird: Karosserien wie diese kommen künftig aus dem 3D-Drucker und werden deshalb genauso maßgeschneidert wie Anzüge oder Schuhe.
Neue Antriebstechnologien schaffen auch neue Möglichkeiten bei der Raumausnutzung - wie hier zum Beispiel durch ein Gepäckfach im Bug.
Der Rolls-Royce macht den Bordstein zur Bühne und rollt den Insassen einen roten Licht-Teppich aus.
Weniger ist mehr: Statt der alten Opulenz gibt es in der Rolls-Royce-Studie maximalen Minimalismus, der aber mit edelsten Materialien inszeniert wird.
Weil die Studie autonom fährt, hat Rolls-Royce den Fahrerplatz ganz eingespart - und eröffnet den Insassen so ganz neue Perspektiven.
Als Gruß von gestern steckt in der Tür der altbekannte Regenschirm, allerdings in frischen und frechen Farben.
Viele Knöpfe für den Krösus - die Zeiten, in denen man den Luxus wie hier in einem Bentley Mulsanne über die Zahl der Bedienelemente definiert hat, geht zu Ende.
Auch Mercedes sucht neue Wege für die Wohlstandsgesellschaft - hier mit dem Loungekonzept der Studie F015.
Die Maybach-Version der S-Klasse verkauft sich zwar prächtig und findet allein in China 500 Kunden im Monat, gehört aber zu einer aussterbenden Art des automobilen Luxus.
Im Vergleich zu den aktuellen Luxusstudien wirkt der Fond der Maybach-S-Klasse wie ein Schlosssaal aus dem vorletzten Jahrhundert.
Neue Fahrzeugtechnik ermöglicht neue Formen. Während Rolls-Royce einen futuristischen Gleiter im Stil einer Fledermaus gebaut hat, sieht die Mercedes-Studie aus wie ein silbernes Zäpfchen.
Noch etwas futuristischer als der F015 wirkt das Mercedes Tokyo-Konzept, das aber einer ganz ähnlichen Philosophie folgt und ebenfalls neue Wege für das Luxusleben sucht.
Das Lounge-Konzept teilen alle Studien. Beim Tokyo-Showcar von Mercedes rückt allerdings zudem die Digitalisierung in den Vordergrund.
Eine erste Brücke in die neue Zeit schlägt Rolls-Royce mit so genannten Bespoke-Modellen wie diesem Phantom vom Genfer Salon. Materialien und Möglichkeiten sind dort zwar noch konventionell. Doch Farben und Muster sind mutiger als je zuvor.