Neues Seefahrtsmuseum - DER SPIEGEL
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Neues Seefahrtsmuseum Auf der Suche nach Tiefgang

Schiffe, Schlachten, Sammelwahn: Das "Internationale Maritime Museum" in Hamburg ist eröffnet - der Lebenstraum des Sammlers Peter Tamm. Doch die Schau ist alles andere als unumstritten, Kritiker werfen ihr Distanzlosigkeit und sogar Kriegsverherrlichung vor.
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Knochenschiff: Peter Tamm hinter einem seiner Schmuckstücke, einem aus Walknochen gebauten Schiffsmodell im Internationalen Maritimen Museum in Hamburg.

Foto: Marcus Brandt/ dpa
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Unkritisch und kriegsverherrlichend? Der Betreiber des Instituts für Schiffahrts- und Marinegeschichte Peter Tamm. Mit der Eröffnung des Internationalen Maritimen Museums Hamburg wird die Sammlung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer AG ab 25. Juni 2008 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Kritiker werfen der Sammlung vor, unkritisch und kriegsverherrlichend zu sein.

Foto: dpa
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Gold und Walknochen: Dieses Modell der Santa Maria, dem Flaggschiff von Christoph Kolumbus, besteht komplett aus Gold. Neben Dutzenden anderen Schiffen aus Walknochen, Bernstein, Silber und Elfenbein steht diese Karavelle in der sogenannten Schatzkammer des Internationalen Maritimen Museums Hamburg.

Foto: IMMH
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Sammelwahn seit Kindertagen: Peter Tamms Sammlung an Miniaturmodellen umfasst eine Flotte von 36.000 Exemplaren.

Foto: IMMH / Zapf
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Peter Tamm: Der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Axel-Springer-Verlages vor einer Replik eines Bildes von Johann Holst. "Ich habe selber drei Orkane miterlebt und Demut gelernt. Mein Gott ist die Natur und dieses Gemälde sagt eigentlich alles darüber aus, warum ich das hier mache", so Peter Tamm über seine jahrzehntelange maritime Sammlertätigkeit und die Ausstellung im Internationalen Maritimen Museum in Hamburg.

Foto: IMMH / Zapf
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Die James Caird II: Arved Fuchs unternahm mit diesem Schiff im Jahre 2000 seine Expedition "Shackleton 2000" - in dem detailgetreuen Nachbau von Ernest Shackletons Rettungsboot vollzog er die Antarktisfahrt des Polarforschers nach.

Foto: IMMH / Zapf
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Die "Chesapeake": Die US-Fregatte ist komplett aus Walknochen geschnitzt und mit 1,44 Metern das größte Knochenschiff der Welt. Der Sammler Peter Tamm entdeckte es mit gebrochenen Masten in einem Laden in London.

Foto: IMMH / Zapf
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Mini-Schiffe: Die Sammlung Peter Tamms umfasst rund 36.000 Miniaturmodelle - unter anderem die hier zu sehenden Segelschiffe.

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Segelschiffe: Diese Modelle dokumentieren die Nutzung des Windes in der Schifffahrt.

Foto: IMMH / Zapf
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Seit siebzig Jahren Sammler: Peter Tamms Leidenschaft für die Seefahrt begann 1934 im Alter von sechs Jahren, als er von seiner Mutter ein Schiffsmodell geschenkt bekam. "Hätte sie gewusst, was sie damit auslöst, hätte ich das Schiffchen wohl nicht geschenkt bekommen."

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Schiff aus Bernstein: Mit hauchfein geschliffenen Bernstein-Segeln und Goldfaden-Takelage gehört dieses aus Bernstein geschnitzte Schiffsmodell zu den Schätzen des Internationalen Maritimen Museums Hamburg.

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Die "Wappen von Hamburg III": Nachbau eines 250 Jahre alten Kriegsschiffs der Hansestadt Hamburg. Das 4,50 Meter lange Modell der "Wappen von Hamburg III" wurde im Maßstab 1:16 gebaut.

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Die Macht des Meeres: Dieser Ausschnitt eines Gemälde von Andreas Achenbach zeigt Fischerboote bei stürmischer See. Die Faszination des Sammlers Peter Tamm für die Seefahrt ist unter anderem auf die Macht der Natur gegründet.

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Kriegsgeschichte in Vitrinen: Galeonen - wie hier als Modell aus der Sammlung Peter Tamms - waren mit zahlreichen Kanonen bewaffnet. "Schifffahrtsgeschichte war auch immer Kriegsgeschichte", so Peter Tamm, dessen Maritimes Museum von Kritikern als kriegsverherrlichend bezeichnet wird.

Foto: IMMH / Zapf
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?