Neuseelands Trauer Headscarf for Harmony
Trauergäste in Christchurch nach der Beerdigung von Opfern des Terroranschlags: Viele trugen ein Kopftuch - als Zeichen der Solidarität ist nun am Freitag die ganze Bevölkerung aufgerufen, ebenfalls ein Kopftuch zu tragen.
Im Islam ist es üblich, dass Tote schnellstmöglich beigesetzt werden, am besten innerhalb von 24 Stunden. Wegen der kriminaltechnischen Untersuchungen mussten die Familien in Christchurch allerdings länger auf die Freigabe der Leichen ihrer Angehörigen warten.
Besucherinnen der Trauerfeiern legen Kopftuch an: Am Freitag, genau eine Woche nach der Tat, sollen in Neuseeland zwei Schweigeminuten eingelegt werden.
Auch Rettungskräfte, die Verletzten halfen, und Polizistinnen, die die Beerdigungen sicherten, legten bereits Kopftuch an.
Die Initiative Headscarf for Harmony hat für Freitag Männer und Frauen gleichermaßen dazu aufgerufen, Kopftuch anzulegen - als Zeichen der Solidarität.
Premierministerin Jacinda Ardern: Bei einem Besuch einer muslimischen Gemeinde trug sie ebenfalls bereits Kopftuch. Arderns Umgang mit dem Anschlag wird international als würdig und einfühlsam gewertet.