Frühjahrsmode aus New York Politisch, sportlich und luxuriös
Baseballcap und lässig sitzender Einteiler: Tom Ford ging es in seiner neuen Kollektion hauptsächlich um Einfachheit und luxuriöse Sportmode, "wie sie alle Welt aus Amerika kennt".
Einfachheit bedeutet in dem Fall auch viel, viel Schwarz.
Die gegossenen Brustpanzer hat sich Tom Ford bei Yves Saint Laurent abgeschaut, der diese Idee bereits 1969 hatte.
Klassisches Schneiderhandwerk gehört zu den Stärken des Labels von Tom Ford: Kaia Gerber in einem Blazer mit XXL-Revers und ultraknapper Short.
Neben Schwarz und Weiß dominieren grelle Farben wie Neonorange und Metallictöne die Kollektion von Tom Ford.
Mit diesem Outfit begann die Show von Pyer Moss - ein Hybrid aus Disco und Rock'n'Roll.
Als Motive dienen Designer Kerby Jean-Raymond Bilder des schwarzen Malers Richard Philipps. Der 73-Jährige war 2018 von einem ungerechtfertigten Mordvorwurf freigesprochen worden und saß bis dahin 45 Jahre unschuldig hinter Gittern. Nach der Entlassung des Künstlers trafen sich die beiden in Detroit, um über eine Kooperation zu sprechen.
Kerby Jean-Raymond erzählt mit seiner Kleidung schwarze Geschichte. Die Gitarrensilhouette - hier mehrfach zusammengefasst zu einem Rock - ist eine Anspielung auf die Sängerin Sister Rosetta Tharpe und ihren oft unterschätzten Anteil an der Entstehung des Rock'n'Roll.
Um junge US-Amerikaner zum Wählen zu animieren, verbreitete Sean Combs - besser bekannt als Rapper P. Diddy - 2004 T-Shirts mit dem Slogan "Vote or Die".
Zitate über Zitate: Der Haarschmuck erinnert an die Musikerinnen Erykah Badu und Solange.
Kreolen, Blazer und Taschen sind Fokuspunkte der Kollektion von Proenza Schouler.
Gürtel und Schnallen finden sich bei Proenza Schouler in den verschiedensten Variationen - hier als minimalistisches Geschirr.
Der Name Proenza Schouler setzt sich aus den Mädchennamen der Mütter der Designer zusammen. Wie die ihre Entwürfe finden, verrieten die Designer aber bisher nicht.
Geschickte Produktplatzierung: Dieses Model trägt ein Modell der kürzlich angekündigten Kooperation mit Birkenstock.
Zu starrer Denim wurde diese Saison gegen feinere Stoffe ausgetauscht, die exakt zugeschnitten waren, nicht hingen, sondern saßen.
Historische Spurensuche auch bei Oscar de la Renta: Besonders die dominikanischen Wurzeln des Labelgründers dienten den Designern Laura Kim und Fernando Garcia als Grundlage ihrer neuen Kollektion.
Seit September 2016 sind Kim und Garcia die Kreativdirektoren des Labels. Vorher hatten sie bereits 18 Jahre unter Oscar de la Renta gearbeitet. In vergangenen Saisons setzte sich das Designerduo auch mit den Ästhetiken Indiens, Marokkos oder Spaniens auseinander.
Außerdem gründete das Duo 2015 sein eigenes Label: Monse. Eines der Markenzeichen dort sind Streifen, in jeglichen Variationen und auf jeglichen Kleidungsstücken.
Bereits in der vergangenen Saison arbeiteten Kim und Garcia bei Oscar de la Renta mit Patchwork-Elementen. Hier wird das Flickenmuster durch Längsstreifen und grafische Prints ergänzt.
Mehr Bast geht kaum, mehr Blumenmuster auch nicht. Auch der Laufsteg war mit Früchten in Bastkörben dekoriert.