New York von oben: Wimmelbilder aus Manhattan - DER SPIEGEL
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New York von oben Wimmelbilder aus Manhattan

Taxis so klein wie Spielzeugautos, ein Meer von Wohnblocks aus Stein, Stahl und Glas: Manhattan aus der Vogelperspektive ist gigantisch. In seinem neuen Bildband "New York von oben" hat der Fotograf Yann Arthus-Bertrand der Freiheitsstatue über die Schulter geguckt.
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Über die Brücken von New York zu spazieren, ist ein Erlebnis. Doch erst aus der Vogelperspektive wird klar, was sie für den Zusammenhalt der Stadt bedeuten. Für seinen neuen Bildband "New York von oben" fotografierte Yann Arthus-Bertrand die Queensboro Bridge, die Manhattan mit Roosevelt Island und Queens verbindet.

Foto: Yann Arthus-Bertrand / altitude-photo.com
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An der Kreuzung von Broadway und der Fifth Avenue steht eins der spektakulärsten Gebäude New Yorks: das Flatiron Building. Mit seinem dreieckigen Grundriss erinnert es ein wenig an ein Bügeleisen - doch nicht allein deshalb sorgte es nach seiner Errichtung 1902 für Wirbel. Durch seine freie Lage am Madison Square entstand hier eine Windschneise, auf den Gehwegen pfiff es ganz ordentlich. Die Männer freute das: Der Wind erhöhte die Wahrscheinlichkeit, dass den Frauen die Röcke hochwehten.

Foto: Yann Arthus-Bertrand / altitude-photo.com
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Jean-Paul Sartre schrieb vor über 60 Jahren: "New York offenbart sich erst aus einer gewissen Höhe, aus einer gewissen Distanz, aus einer gewissen Geschwindigkeit."

Foto: Yann Arthus-Bertrand / altitude-photo.com
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372 Quadratmeter groß ist das prächtigste Apartment im Palazzo Chupi, den der Filmregisseur Julian Schnabel gestaltet hat. Das rosafarbene Haus sitzt auf einer ehemaligen Fabrik zwischen der Washington Street und der West Street im West Village. Seine Bewohner leben in Wohnungen, die mit venezianischen Glaslüstern und französischen Türen ausgestattet sind.

Foto: Yann Arthus-Bertrand / altitude-photo.com
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Liebesbotschaft auf einem Truck: An dieser Kreuzung entdeckte der Fotograf Yann Arthus-Bertrand eine große New Yorker Ausnahme: Das perfekte Straßenraster Manhattans gerät hier ein wenig aus der Form, weil die 59. Straße östlich der Fifth Avenue (oben im Bild) zwölf Meter schmaler ist als der westliche Teil (unten im Bild).

Foto: Yann Arthus-Bertrand / altitude-photo.com
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1395 Quadratmeter groß ist der Hudson River Skate Park. Seine organischen Formen zauberten die Architekten mithilfe von Kunststoffschaum. Über Stufen, Rampen und andere Hindernisse üben Skater hier ihre halsbrecherischen Tricks - ein Spielplatz inmitten der Stadt, auch für Erwachsene.

Foto: Yann Arthus-Bertrand / altitude-photo.com
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Für Kinder reserviert ist der kunterbunte Union Square Playground im Greenwich Village. Die Stahlkuppel ist nicht ganz leicht zu erklimmen, aber Übung hat hier schon viele Meister gemacht.

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New York mag auf so manch einen Besucher hektisch und laut wirken. Dabei gibt es überall in Manhattan öffentliche Plätze, in denen man trefflich entspannen kann. Ein solcher Ort ist die Jacob K. Javits Plaza, auf der hellgrün gestrichene Lattenbänke zur Pause einladen. Die Landschaftsarchitektin Martha Schwarz setzte mit den Bänken, die sich um Rundbeete schlängeln, einen schönen Formenkontrast zu den sechseckigen Pflastersteinen.

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Nur wenige Meter entfernt steht das Jacob Javits Federal Office Building. Vor der Kulisse des unauffälligen Verwaltungsgebäudes fotografierte Yann Arthus-Bertrand die goldene Civic Fame Statue. Auf ihrem Haupt sitzt eine Krone mit fünf Zacken, die die fünf "Boroughs" von New York symbolisieren. Durch den Zusammenschluss dieser Stadtteile war im Jahr 1898 die City of Greater New York entstanden.

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"Man muss sich mal die Fifth Avenue oder Central Park West ohne den Park vorstellen", schreibt John Tauranac, Verfasser der Texte für den Bildband "New York von oben". In der Tat ist Manhattan ohne den gigantischen Central Park undenkbar. Die grüne Lunge der Stadt erstreckt sich über rund vier Kilometer von Norden nach Süden und ist etwa einen Kilometer breit.

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Eine berühmte Attraktion des Central Parks ist die Wollmann-Eislaufbahn. Weil man Eislaufen auf den Seen wegen der Einsturzgefahr als zu gefährlich betrachtete, wurde 1949 dieser künstliche Platz gebaut. Doch lange bevor hier Schlittschuh in Mode kam, gingen die New Yorker...

Foto: Yann Arthus-Bertrand / altitude-photo.com
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...einer anderen Freizeitaktivität nach: dem Tennisspielen. Der Sport wurde Anfang des 20. Jahrhunderts so beliebt, dass man ungenutzte Flächen des Central Parks in Tennisplätze umwandelte. Heute stehen den New Yorkern insgesamt 30 Courts zur Verfügung - wer spielen möchte, muss sich nur vorher .

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Auch die Dachterrassen haben die New Yorker inzwischen zu wahren Tummelplätzen auserkoren. Hier oben wird gespeist, getanzt, geflirtet. Das Bild zeigt das Rooftop-Restaurant in der Fifth Avenue Nr. 230 aus der Vogelperspektive. Wer sich hier an den Tisch setzen will, muss laut Kleiderordnung "lässig-elegant" gekleidet sein. Explizit verboten sind hier laut Arthus-Bertrands Bildband "zerschlissene oder ausgebeulte Jeans, Flip-Flops, Oberteile mit Schriftzügen sowie jede andere Art von Kleidung, die nicht im Einklang mit dem gehobenen Milieu steht."

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Ab 1882 war der Bryant Park ein Armenfriedhof, heute sonnen sich die New Yorker hier in ihrer Mittagspause. Unterhalb der einzigen Grünfläche von Midtown Manhattan befindet sich ein unterirdisches Archiv, das zur New York Public Library gehört. Über eine Million Bücher sollen hier lagern.

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Das Westin Hotel sticht mit seiner kupfer- und bronzefarbenen Fassade ins Auge. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Times Square.

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Noch so ein architektonischer Hingucker ist das IAC Building am Westrand von Chelsea. Stararchitekt Frank Gehry hat sich für dieses eisblockartige Gebäude etwas Besonderes einfallen lassen: Das Glas ist durch ein spezielles Schmelzverfahren in der Lage, die Stärke das einfallenden Lichts zu regulieren.

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Im Vorwort zu seinem neuen Bildband "New York von oben" schreibt Yann Arthus-Bertrand: "Meinem aus der Vogelperspektive nach unten gerichteten Blick hat die Stadt ihre allerschönsten Seiten und ihre allergrößten Geheimnisse dargeboten, ohne ihre Wunden dabei zu verbergen."

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?