NFL Draft: Schnäppchen und Flops - DER SPIEGEL
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NFL Draft Schnäppchen und Flops

Draften als Glücksspiel: Nicht jeder College-Star erfüllt die Erwartungen der Pofi-Teams. Und manchmal wird ein Spieler zum Star, dem die Clubs nicht einmal den Sprung in die Liga zutrauten. SPIEGEL ONLINE zeigt Draft-Schnäppchen und Draft-Fehlgriffe.
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Gute Wahl: Eli Manning hat schon bewiesen, dass er zurecht als erster Spieler im Draft 2004 ausgewählt wurde. Eigentlich hatten ihn die San Diego Chargers gedraftet, doch er wollte unbedingt bei den New York Giants spielen. Dort gewann er 2008 die Meisterschaft. Eigentlich sollte er bei den San Diego Chargers spielen, doch weil Manning nicht wollte, tauschten die Giants gegen Philip Rivers, der 2004 als vierter Spieler von den Giants gedraftet wurde. Rivers ...

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... zeigt in San Diego konstant überdurchschnittliche Leistungen, auch wenn ihm ein Titel bisher verwehrt blieb. Der ...

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... erfolgreichste Quarterback des Drafts 2004 ist aber Ben Roethlisberger von den Pittsburgh Steelers (Nummer 7). Die Steelers holten ihn mit dem 11. Pick zu sich. Er zahlte es dem Team mit zwei Meisterschaften (2006 und 2009)zurück und wies in der vergangenen Saison ...

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... Rookie Joe Flacco, den die Baltimore Ravens als 18. Spieler des Drafts 2008 ausgewählt hatten, in die Schranken. Flacco und die Ravens verloren gegen Pittsburgh mit Roethlisberger dreimal. Dass ...

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... auch Quarterbacks aus den hinteren Draft-Runden erfolgreich sein können, beweist das Beispiel Tom Brady. Im Jahr 2000 wählten die New England Patriots ihn mit dem 199. Pick des Drafts aus - drei Meisterschaften und eine Auszeichnung als "Wertvollster Spieler" später kann man Brady getrost als brillante Auswahl des Clubs bezeichnen, auch wenn ...

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... er nahezu die gesamte vergangene Saison verletzt verpasste. Im Vergleich zu Brady ...

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... muss Jamarcus Russell, den die Oakland Raiders 2007 als ersten Spieler auswählten, noch das Vertrauen rechtfertigen, das der Club in ihn gesetzt hat. Bislang war sein Spiel in der NFL bestenfalls durchschnittlich. Ihn aber als Fehlgriff zu bezeichnen, ist voreilig. Zumal es noch weitaus schlimmer geht. Denn manchmal kann ein hoch gedraftetet Spieler sogar mehr Ärger für einen Club bedeuten als schlechte Ergebnisse. Die ...

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... Atlanta Falcons dachten, sie hätten mit dem ersten Pick im Draft 2001 den nächsten Superstar zu sich geholt. Tatsächlich zeigte Michael Vick ordentliche Leistungen, doch nachdem er gestand, einen illegalen Hundekampfring betrieben zu haben, ging er ins Gefängnis und der Club blieb auf Vicks Mega-Vertrag und schlechter Publicity sitzen. Auch ...

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... Jeoy Harrington, der dritte im Draft 2002 ausgewählte Spieler, sollte für die Detroit Lions der ersehnte große Spielmacher werden. Doch Harringtons Karriere in Detroit wurde schnell zum Desaster. Nach vier Spielzeiten und miesen Leistungen in einem schlechten Team war seine Zeit bei den Lions beendet. Auch bei den New Orleans Saints und den Atlanta Falcons wurde er nicht glücklich. Heute ist er dritter Quarterback bei den New Orleans Saints. Als ...

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... Musterbeispiel, wie man einen hoch gedrafteten Spieler nicht behandeln sollte, gilt Tim Couch (r.). Der College-Star von der University of Kentucky wurde von den Cleveland Browns 1999 an erster Stelle gedraftet. Er führte das Team zwar in die Playoffs, doch insgesamt war seine Karriere von Fehlschlägen und Verletzungen gekennzeichnet. 2004 verließ er das Team. Er bot sich vielen Teams an, doch niemand wollte ihn mehr haben. Nicht viel besser machten es die ...

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... Cincinnati Bengals mit Akili Smith, der bei den Profis nie an seine Leistungen an der University of Oregon anknüpfen konnte. Er war 1999 der dritte gedraftete Spieler, seine Karriere ähnelte der von Couch. In vier Jahren war er nur in 17 Spielen erster Quarterback der Bengals. Eine ...

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... zweifelhafte Ehre wurde Ryan Leaf (Nummer 16) zuteil. Das Magazin Sports Illustrated schrieb über ihn, er habe den Begriff "Draft-Flop" neu definiert. 1998 wählten die San Diego Chargers Leaf als zweiten Spieler. Auf dem Spielfeld war er eine Katastrophe, abseits des Platzes verdarb er es sich mit Medien, Fans und Teamkollegen. 2000 verließ er die Chargers - nachdem er in drei Jahren vier Spiele gewonnen hatte. Comeback-Versuche bei anderen Teams scheiterten, so dass Leaf mit 26 Jahren seine Karriere beendete. Dass ...

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... für hohe Draft-Picks eine verkorkste NFL-Karriere kein Hindernis im weiteren Leben sein muss, beweist Heath Shuler (Mitte). Er erfüllte die Erwartungen der Wahsington Redskins, die ihn an dritter Stelle im Draft 1994 zu sich holten, nie. Laut ESPN war Shuler einer der 25 größten Sport-Flops der vergangenen 25 Jahre. Mehr Erfolg hat Shuler in seiner zweiten Karriere ...

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... als Politiker. Shuler (r.) gehört seit 2006 als Abgeordneter North Carolinas dem US-Repräsentantenhaus an und wurde 2008 wiedergewählt. Auch ...

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... auf anderen Positionen ist die Draft-Trefferquote der Teams mäßig. Runningback Blair Thomas wurde 1990 von den New York Jets als zweiter Spieler des Drafts ausgewählt. Nach nur sieben Jahren, sieben Touchdowns und vier Teams war Schluss. Dagegen ...

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... wollte keines der NFL-Teams im Draft 2004 Willie Parker, einen der erfolgreichsten Running Backs der vergangenen Jahre. Als vergleichsweise sichere Draft-Picks gelten Linemen. So erfüllt ...

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... Jake Long, erster im Draft 2008 ausgewählter Spieler, die Erwartungen der Miami Dolphins bislang. Ähnliches würden die ...

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... Green Bay Packers auch gerne über Tony Mandarich sagen, den sie 1989 an zweiter Stelle drafteten. Sports Illustrated bezeichnete ihn als das größte Talent für die Offensive Line der Geschichte. Mandarich blieb weit hinter den Erwartungen zurück. 1991 trennte sich Green Bay von ihm, auch bei den Indianapolis Colts wurde er nicht glücklich, 1998 beendete er seine Karriere. 2008 gab er zu, während seiner College-Zeit an der Michigan State University Steroide genommen zu haben. Der vorerst letzte Beweis, dass ...

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... trotz aller Draft-Informationen so manches Talent den NFL-Teams entgeht, ist James Harrison (l.). Der ungedraftete Linebacker der Pittsburgh Steelers schaffte es mehrmals nicht in den Kader von Teams und musste ein Jahr in der NFL Europe verbringen, ehe Pittsburgh sein Potential entdeckte. In der vergangenen Saison war er wertvollster Defensivspieler und hatte entscheidenden Anteil an der Steelers-Meisterschaft.

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