NGOs gegen Behörden Kampf auf See
Schiff von Ärzte ohne Grenzen im Mittelmeer: In den vergangenen zwei Jahren hat die Organisation dort rund 69.000 Menschen gerettet.
"Bisher war es so, dass kleinere NGO-Schiffe gerettete Menschen an größere Schiffe übergeben haben, die sie dann in einen italienischen Hafen brachten", sagt Florian Westphal, von Ärzte ohne Grenzen. Das sei von den italienischen Behörden so koordiniert gewesen und stehe auch im Einklang mit den internationalen Regeln der Seenotrettung.
Gerettete Flüchtlinge: Doch nun soll diese Regelung nicht mehr greifen - so steht es in einem neuen Kodex, den Ärzte ohne Grenzen aber nicht unterschreiben will.
Helfer mit gerettetem Flüchtling: Mit der neuen Regelung seien deutlich mehr Todesopfer zu befürchten, heißt es von der NGO.
Retter in Italien: Das Hin- und Herpendeln zwischen einer Such- und Rettungszone außerhalb der libyschen Territorialgewässer und den Häfen in Italien wäre völlig ineffizient, so Westphal.
Beschlagnahmtes Schiff "Iuventa" der Organisation Jugend rettet. Zuletzt gab es immer wieder Streit zwischen den NGOs und Behörden.