"Nikon Small World": Kleine Freuden - DER SPIEGEL
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"Nikon Small World" Kleine Freuden

Beim "Nikon Small World"-Wettbewerb verschwimmen die Grenzen von Wissenschaft und Kunst - doch alles andere ist gestochen scharf. Das sind nach Ansicht der Jury die 20 schönsten Bilder aus der Welt des Winzigen, die alle mit Hilfe von Mikroskopen entstanden sind.
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Platz 20: Beim „Nikon Small Award“ werden Bilder ausgezeichnet, die die Welt im Kleinen zeigen, sie sind mit Hilfe von Mikroskopen entstanden. Weiter eingegrenzt ist das Thema nicht. Diese beim Wettbewerb prämierte Aufnahme entstand, indem bestimmte Moleküle innerhalb einer Zelle zum Fluroeszieren angeregt wurden. So verdeutlicht sie, wie Zucker in Fettzellen transportiert wird. Die Aufnahme stammt von James Burchfield vom Garvan Institute in Sydney, Australien. Zucker bewege sich schnell in Zellen, um Energie zu liefern, wenn sie benötigt werde – doch bei Krankheiten wie Diabetes sei der Prozess gestört, heißt es in der Bildbeschreibung.

Foto: James Burchfield
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Platz 19: Was anmutet wie ein Gemälde einer seltsamen Pflanze, ist tatsächlich ein Schnitt durch Nerven und Muskeln. Die Lichtmikroskop-Aufnahme hat David Ward aus Oakdale (US-Bundesstaat Kalifornien) beim Wettbewerb eingereicht.

Foto: David G. Ward
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Platz 18: Manche Tiere sind zu klein, als dass wir sie mit bloßem Auge sehen könnten. Doch bei hundertfacher Vergrößerung, wie sie hier vorliegt, zeigt sich die Ringelwurmlarve in voller Pracht. Christian Sardet vom Centre National de la Recherche Scientifique im französischen Straßburg hat diese Dunkelfeldmikroskopie-Aufnahme erstellt.

Foto: Christian Sardet
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Platz 17: Alexandre William Moreau vom University College London (Großbritannien) hat Nervenzellen samt ihrer Ausläufer im Mäusegehirn mit Hilfe der Patch-Clamp-Methode studiert. Hier sind sie in 40facher Vergrößerung zu sehen.

Foto: Alexandre William Moreau
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Platz 16: Die Spinne der Art Pityohyphantes phrygianus ist auch ohne Mikroskop gut zu erkennen, die Vergrößerung der Aufnahme ist lediglich fünffach. Dadurch kommen allerdings Details der parasitischen Wespenlarve am Abdomen der Spinne besser zur Geltung. Geir Drange aus dem norwegischen Asker hat die Aufnahme angefertigt.

Foto: Geir Drange
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Platz 15: Podospora anserina gehört zu den sogenannten Schlauchpilzen. Christian Scheckhuber von der Goethe-Universität in Frankfurt hat Teile des Pilzes zum Fluoreszieren angeregt und bei 630facher Vergrößerung fotografiert.

Foto: Christian Q. Scheckhuber
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Platz 14: Nervenzellen eines Maus-Embryos leuchten auf der Aufnahme von Zhong Hua von der Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore (US-Bundesstaat Maryland) in verschiedenen Farben. Ein weiteres Mausbild belegte…

Foto: Zhong Hua
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…Platz 13: Ein Teil eines Wirbels wird hier in diversen Farben dargestellt. Michael Paul Nelson und Samantha Smith von der University of Alabama at Birmingham (USA) nutzten eine als „Focus Stacking“ bekannte Technik, um dem Bild mehr Schärfentiefe zu verleihen.

Foto: Michael Paul Nelson/ Samantha Smith
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Platz 12: Die Mehrzahl der prämierten Aufnahmen zeigt Organismen und Zellen, Pedro Barrios-Perez findet sich jedoch unter den Siegern, nachdem er etwas Unbelebtes abgelichtet hat. Siliziumdioxid auf einer Schicht Polydimethylglutarimid bildet solche – bei 200facher Vergrößerung sichtbare – Muster.

Foto: Pedro Barrios-Perez
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Platz 11: Das Auge einer Garnele hat Vitoria Tobias Santos von der Universidade Federal do Rio de Janeiro (Brasilien) in 140facher Vergrößerung aufgenommen.

Foto: Vitoria Tobias Santos
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Platz 10: Pflanze? Gehäkeltes? Nein, Kinsman vom Rochester Institute of Technology (New York, USA) hat eine dünne Schicht Dinosaurierknochen bei zehnfacher Vergrößerung fotografiert. Das Material wird in durchsichtigem Quarz eingeschlossen.

Foto: Ted Kinsman
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Platz 9: Ein in einem Spinnennetz gefangenes Insekt präsentiert Mark Sanders von der University of Minnesota bei 85facher Vergrößerung.

Foto: Mark A. Sanders
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Platz 8: Nein, hier wird niemand gefressen. Lebermoos und Cyanobakterien können sich auch so gut versorgen. Magdalena Turzanska von der Universität in Breslau (Polen) wurde für dieses Bild in 50facher Vergrößerung ausgezeichnet.

Foto: Magdalena Turza¿ska
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Platz 7: Zu fragen, welches sehr bekannte Tier hier abgebildet ist, wäre etwas unfair. Daher gleich die Auflösung: Es ist ein Siebenpunkt-Marienkäfer. Oder, genauer gesagt, ein Teil des Vorderbeins des Insekts in 20facher Vergrößerung. Jan Michels von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zählt damit zu den diesjährigen Gewinnern.

Foto: Jan Michels
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Platz 6: Dieses Tier ist leichter zu erkennen. Es ist der Embryo eines Chamäleons, aufgenommen hat es Dort Hockman von der University of Cambridge (Großbritannien). Knochen sind rot eingefärbt, Knorpel blau.

Foto: Dorit Hockman
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Platz 5: Den vielfältigen Prozessen in Nervenzellen kommen Forscher immer mehr auf die Spur. Kieran Boyle von der University of Glasgow zeigt hier ein Neuron mit exzitatorischen Kontakten.

Foto: Kieran Boyle
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Platz 4: Für viele ist das Pantoffeltierchen eng mit der Mikroskopie verknüpft, oft zählt es zu den ersten Winzlingen, die Kinder beim Blick in die Welt des Kleinen sehen. So detailreich und schön wie auf dem von Rogelio Moreno Gill aus Panama City eingereichten Bild sieht man die Einzeller jedoch selten.

Foto: Rogelio Moreno Gill
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Platz 3: Was für ein im Meer lebender Wurm hier zu sehen ist, verrät Alvaro Migotto von der University of São Paulo (Brasilien) leider nicht. Beeindruckend ist die Dunkelfeldaufnahme bei 20facher Vergrößerung trotzdem.

Foto: Alvaro Migotto
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Platz 2: Wer lange genug auf dieses Bild schaut, wird vermutlich viele Muster entdecken. Und das ist sehr passend. Denn abgebildet hat hier Joseph Corbo von der Washington University School of Medicine die Netzhaut einer Zierschildkröte- bei 400facher Vergrößerung.

Foto: Joseph Corbo
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Platz 1: Kieselalgen sind wichtige Winzlinge. Sie stehen an der Basis der Nahrungskette im Meer und produzieren durch ihre Masse gewaltige Mengen Sauerstoff. Wim van Egmond aus dem niederländischen Rotterdam, der mit der Aufnahme von Chaetoceros debilis den ersten Platz beim Wettbewerb „Nikon Small World“ belegte, ist kein Wissenschaftler, sondern freiberuflicher Fotograf – mit großer Erfahrung in der Mikroskop-Fotografie.

Foto: Wim van Egmond
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?