Nobelpreis Chemie 2014 - DER SPIEGEL
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Nobelpreise für Chemie Helden der Mikroskopie

Kann man Moleküle in lebenden Zellen beobachten? Mit herkömmlichen Mikroskopen ist das unmöglich - doch drei Forscher ließen sich davon nicht abschrecken. Für ihre neue Mikroskopie-Methode bekommen sie nun den Chemie-Nobelpreis.
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Chemie-Nobelpreisträger 2014 Stefan Hell: Der deutsche Physiker hat das sogenannte STED-Mikroskop erfunden, mit dem man Abläufe in den Zellen beobachten kann.

Foto: NIGEL TREBLIN/ AFP
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Preisträger William Moerner: Der US-Forscher arbeitete unabhängig von Hell an einem anderen Verfahren - der Einzelmolekül-Mikroskopie (Single Molecule Microscopy).

Foto: REUTERS
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Laureat Eric Betzig: Der Nobelpreisträger 2014 nutzte Ideen von Moerner, um das Auflösungslimit optischer Mikroskope zu umgehen.

Foto: CHRISTOF STACHE/ AFP
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Die STED-Mikroskopie (im Kreis innen) liefert in diesem Beispiel etwa zehnmal schärfere Details von Strukturen einer Nervenzelle als ein herkömmliches Mikroskop (außen).

Foto: Donnert/ Hell/ Max-Planck-Institut
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Prinzip des STED-Mikroskops: Ein Lichtstrahl regt das zu beobachtenden Molekül an, Licht auszusenden. Ein zweiter Lichtstrahl wird diesem hinterhergeschickt, der genau das Gegenteil macht: Er bringt die vom ersten Strahl angeregte Moleküle wieder zu Ruhe, damit sie nicht mehr leuchten. Dieser zweite Strahl hat jedoch in der Mitte ein Loch - das oder die dort befindlichen Moleküle werden nicht abgeregt. Nur sie sieht man dann im Mikroskop. Beide Strahlen rastern das Objekt Stück für Stück ab - so entsteht nach und nach ein Bild mit einer Auflösung weit oberhalb des Abbe-Limits.

Foto: Johan Jarnestad/ The Royal Swedish Academy of Sciences
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Chemie-Nobelpreisträger Stefan Hell, William Moerner und Eric Betzig: Das Nobel-Komitee bezeichnete die Arbeiten der drei Wissenschaftler als "bahnbrechend". Sie hätten die optische Mikroskopie in die Nanowelt geführt.

Foto: MPI für biophysikalische Chemie, DPA, hhmi janelia research campus
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Fluoreszenz-Mikroskop: "Nicht nur für die Chemie in Deutschland ist das ein Glückstag", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Der Nobelpreis zeige, "dass die deutsche Wissenschaft Weltspitze ist".

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?