Nobelpreis Physik 2010 Das Wundermaterial Graphen
Andre Geim: Der russische Forscher teilt sich den diesjährigen Physik-Nobelpreis mit seinem Kollegen Konstantin Novoselov von der University of Manchester. Sie hatten 2004 das Material Graphen mit erstaunlich einfacher Technik, einem Klebeband, im Labor hergestellt.
"Atomarer Kaninchendraht": Graphen besteht aus Kohlenstoffatomen, die sechseckig angeordnet sind. Das zweidimensionale Gitter hat außerordentliche Eigenschaften. Es leitet den Strom sehr gut und ist extrem stabil.
Mikroskopaufnahme: In der Theorie war Graphen schon lange bekannt, dass es tatsächlich existiert, glaubten nur wenige Forscher.
Verkündung der Nobelpreisträger in Stockholm: "Das ist einfach nur verrückt", sagte Konstantin Novoselov.
Aufbau eines Graphen-Transistors: Manche halten das Material für das Silizium des 21. Jahrhunderts.
Konstantin Novoselov: Das Nobelkomitee der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften in Stockholm würdigte die "bahnbrechenden Experimente zum zweidimensionalen Graphen". Novoselov ist der jüngste Physik-Nobelpreisträger seit 1973.
Geim an seinem Arbeitsplatz in Manchester: "Ich habe überhaupt nicht mit dem diesjährigen Nobelpreis gerechnet."
Graphen-Schicht unterm Rastertunnelmikroskop: Das Material ist 100-mal so kräftig wie Stahl.