Nokia 150 im Test Ein Telefon wie aus der Zeitmaschine
Nokia 150: Nein, das hier ist kein Bild aus dem Fotoarchiv, es ist nagelneu. Genau wie das Handy, das man auch so nennen kann, weil es alles andere als smart ist.
Wie es sich für ein Feature Phone gehört, ist beim Nokia 150 von touch keine Rede. Vielmehr gibt es ein klassisches Telefontastenfeld mit zwei Funktionstasten und einer Cursorsteuerung.
Auch vom Bildschirm sollte man nicht zu viel erwarten. Auf 2,4 Zoll zeigt er 320 x 240 Pixel an.
Der Innenraum ist geräumig. Nach guter alter Mobiltelefonmanier lässt sich der Akku sekundenschnell auswechseln.
Wer womöglich von einem moderneren Smartphone auf das Nokia umsteigt, braucht für seine Sim-Karte einen Adapter.
Denn das neue Nokia verlangt nach Sim-Karten des alten Mini-Sim-Standards. Neue Karten werden zwar eingebettet in Träger dieses Formats geliefert, doch wenn man sie einmal daraus herausgebrochen hat, muss eben ein Adapter her.
Ist ein solcher Adapter gefunden und die Karte damit eingesteckt, lässt sich das Nokia 150 aber auch mit einer Nano-Sim betreiben.
Der Rücken besteht aus einem unauffälligen schwarzen Stück Plastik.
Per Klick auf den Menü-Knopf lassen sich alle Funktionen des Handys in Listenform aufrufen.
Ein Blick in das "Einstellungen"-Menü des Nokia bringt eine Bedienoberfläche hervor, wie sie viele Nutzer wohl schon seit Jahren nicht mehr gesehen haben.
Auch ein Blick in den Kalender versetzt den Nutzer in die Vergangenheit. Bei genauem Hinsehen wird hier deutlich, wie grob der Bildschirm Buchstaben und Zahlen darstellt.
Mit der Kamera zu fotografieren, ist ähnlich faszinierend, wie Polaroidaufnahmen zu machen: Man muss das Grobe, Körnige und die Makel mögen, sonst wird man bitter enttäuscht.
Mit ihrer VGA-Auflösung ist die Kamera des Nokia 150 nicht mal für Schnappschüsse geeignet. Bestenfalls kann man sie für ein visuelles Notizbuch verwenden.
Damit tut sich der Smartphonenutzer schwer: SMS-Nachrichten müssen wegen der wenigen Tasten nach der alten Methode eingetippt werden. Für ein c muss man dreimal tippen, für ein ü fünfmal.
Wie weit das neue Nokia von aktueller Technik entfernt ist, zeigt ein Blick auf das Display einer Apple Watch. Selbst der Bildschirm der kleinen Smartwatch hat eine höhere Auflösung als das Nokia-Handy, kann Schrift deshalb feiner anzeigen.