Nord Stream Komplizierter Pipelinebau
Arbeiten an der Ostseepipeline: Mit dem Mammutprojekt soll die EU langfristig mit russischem Erdgas versorgt werden. Die Firma Nord Stream hat mit der Verlegung der Gaspipeline durch die Ostsee im April begonnen.
Tunnelbohrgerät in Lubmin: Von hier aus soll das Nord-Stream-Gas durch die Pipelines Opal und Nel weitergeleitet werden, die ins sächsische Olbernhau und in die Nähe von Bremen führen werden.
Geplanter Streckenverlauf mit Rohrlagern: Zwar hatten die Pipelinebauer längst alle nötigen Genehmigungen der betroffenen Ostseestaaten, doch lagen beim Oberverwaltungsgericht in Greifswald noch Klagen der Umweltschutzorganisationen WWF und BUND zur Entscheidung vor - sie wurden nun zurückgezogen.
Rohrsegmente warten auf den Einsatz: Bis zum Baustart laufen die Vorbereitungsarbeiten mit der Wucht einer ungeheuren Maschine. Nirgendwo lässt sich das besser erleben als am Fährhafen Sassnitz im Nordosten von Rügen.
Vorarbeiten für die Betonummantelung eines Rohres: Eine massive Umhüllung sorgt dafür, dass sich das Gewicht jeder Röhre auf rund 24 Tonnen verdoppelt - damit die Pipeline nicht vom Grund der Ostsee nach oben schwebt. Schließlich soll mindestens 50 Jahre lang russisches Gas störungsfrei nach Europa strömen.
Transport eines Rohrsegments in Mukran: Ständig werden weitere Rohre per Bahn angeliefert. Manchmal kommt ein Zug pro Tag, manchmal zwei. Ein roter Kran entlädt dann die Waggons, stapelt die Rohe zu imposanten Haufen oder belädt die Sattelzüge direkt. Die fahren dann zur Betonummantelung oder liefern die Rohre an den Kai, wo Abend für Abend ein Schiff beladen wird, das Röhren zu einem weiteren Lagerplatz im schwedischen Slite bringt.
Lagerung am Fährhafen: Die Pipelinebauer können ständig sagen, wo sich gerade welches gigantische Bauteil auf dem Gelände befindet. "Jedes Rohr ist einzeln identifizierbar", sagt Nord-Stream-Mann Lissek stolz.
Geplanter Endpunkt der Pipeline in Lubmin: In Küstennähe wird die Pipeline metertief eingegraben. Das liegt unter anderem daran, dass sich die Leitung am Grund der Ostsee hin- und herbewegen kann - und im schlechtesten Fall an den Ankerpunkten am Land abreißen würde.