Nordkorea Kim Jong Un rechtfertigt Hinrichtung seines Onkels
Kim Jong Un sprach in seiner Neujahrsrede mit Blick auf Exekution seines Onkels Chang Song Taek von einem "entschlossenen Vorgehen" der Partei.
Chang Song Taek: Er wurde nach offiziellen Angaben der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA am 12. Dezember exekutiert. Kim sagte nun, die Partei sei von "Schmutz" gereinigt worden.
Kim sagte in seiner vom Staatsfernsehen übertragenen Rede: "Die rechtzeitige, richtige Entscheidung unserer Partei, die Gegen-Partei, anti-revolutionäre Elemente zu beseitigen, hat sehr geholfen, die Solidarität innerhalb der Partei zu festigen."
Im Februar 2012 , wenige Wochen nach dem Tod von Kim Jong Il, nahmen Kim und Chang noch gemeinsam eine Militärparade in Pjöngjang ab.
Chang war Vizechef der Nationalen Verteidigungskommission in Nordkorea, doch dann wurde er von Kim Jong Un entmachtet.
Fernsehbericht über die Verhaftung: Während einer Sitzung wurde der 67-Jährige im Dezember 2013 abgeführt.
Drei Schritte hinter dem Diktator: Chang und Kim beim Besuch einer Munitionsfabrik im Februar 2012.
Im Juli 2013 eröffneten Kim und sein Onkel das Kriegsmuseum in Pjöngjang, in dem das Regime seine Version des Korea-Krieges präsentiert.
Bei der Beerdigung von Diktator Kim Jong Il im Dezember 2011 begleitete Chang den Leichenwagen durch Pjöngjang. Er lief direkt hinter dem neuen Machthaber Kim Jong Un.
Kim Kyung Hee ist die Frau von Chang. Auch sie, eine Schwester des früheren Diktators Kim Jong Il, scheint eine wichtige Rolle im Machtkampf in Pjöngjang zu spielen.
Chang spielte auch eine wichtige Rolle bei Gesprächen mit ausländischen Unternehmern. Hier posiert er im Januar 2011 mit Kim Jong Il und dem ägyptischen Tycoon Naguib Sawiris, der das erste Mobilfunknetz des kommunistischen Landes aufgebaut hat.
Skeptischer Blick aus der zweiten Reihe: Je kränker Kim Jong Il wurde, umso mächtiger wurde Chang.
Doch in den vergangenen Wochen ließ Kim seinen Onkel fallen. Die Vorwürfe des Militärgerichts, das die Hinrichtung Changs anordnete: Fraktionsbildung, Korruption, Ausverkauf von Rohstoffen des Landes an China.
Kim mit Militärs: Der Diktaktor drohte in seiner Neujahrsansprache mit einer "massiven nuklearen Katastrophe".
Kim am Silvestertag in einem neu eröffnenten Skiresort Nordkoreas: Die Würde und das Wohlergehen hänge "von Kanonenrohren" ab, so der Diktaktor.