Nordkorea: Pjöngjangs seltsames Raketenprogramm - DER SPIEGEL
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Nordkorea Pjöngjangs seltsames Raketenprogramm

Nordkorea droht erneut mit dem Test einer Rakete. Doch wie gefährlich sind die Langstreckenwaffen wirklich? Eine neue Studie besagt, dass das gesamte Programm wahrscheinlich ein einziger Bluff ist.
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"Unha-3"-Rakete vor dem Start (April 2012): Der letzte Test einer nordkoreanischen Langstreckenrakete - offiziell soll es sich um ein Satelliten-Trägersystem handeln - fand erstmals vor internationalen Pressevertretern statt. Er geriet zur peinlichen Panne.

Foto: BOBBY YIP/ REUTERS
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Dieses Satellitenbild zeigt dem US-Korea-Institut der Johns-Hopkins-Universität zufolge eine Mehrstufenrakete mit großer Reichweite. Die Aufnahme stammt vom 26. November. Das Institut meldete verstärkte Aktivität auf dem Raketenstartplatz Sohae.

Foto: AP/ DigitalGlobe via 38 North
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Parade in Pjöngjang (15. April): Bei der pompösen Waffenschau hat Nordkoreas Regime unter anderem diese Raketen gezeigt. Es befeuerte damit die Gerüchte um das Projekt "KN-08", bei dem es sich um eine ballistische Interkontinentalrakete handeln soll. Nur handelte es sich offenbar um Attrappen, wie...

Foto: David Guttenfelder/ AP
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...eine Foto-Analyse zweier deutscher Experten ergab. Hier ist zu sehen, dass die Raketen anscheinend nicht auf die Startplattformen passen: Es sind breite Lücken zu erkennen. Zudem scheint die Oberfläche des Sprengkopfs aus welligem Material zu bestehen, als habe jemand eine dünne Metallschicht auf einen Drahtrahmen aufgetragen - nach Meinung der Fachmänner ein klarer Hinweis auf eine Attrappe.

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Verräterische Details: Die auf der Parade gezeigten Modelle sind nicht identisch. Auf den Fotos befinden sich Kabelführungen an unterschiedlichen Positionen, Abdeckungen sind mal hierhin und mal dorthin gedreht, Kästen und andere Elemente sind an manchen Raketen vorhanden, an anderen nicht.

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Offizielle Flugbahn: Diese Route sollte die Unha-3-Rakete im April 2012 nach nordkoreanischen Angaben einschlagen. Experten hatten das allerdings bezweifelt.

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Merkwürdige Diskrepanz: Die Absturzstelle liegt rund 40 Kilometer östlich der offiziell geplanten Flugbahn. Das lässt vermuten, dass Nordkoreas Angaben tatsächlich ein Ablenkungsmanöver waren.

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Parade am 15. April: Sie fand nur zwei Tage nach dem spektakulären Fehlschlag bei einem nordkoreanischen Raketentest statt.

Foto: Vincent Yu/ AP
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Ingenieure an der "Unha-3": Der Test wurde von westlichen Experten als Beweis interpretiert, dass Nordkorea vielleicht nie in der Lage sein wird, eine einsatzfähige Langstreckenrakete zu konstruieren.

Foto: BOBBY YIP/ REUTERS
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Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un: "Die Überlegenheit bei militärischer Technologie ist nicht länger ein Monopol der Imperialisten."

Foto: PEDRO UGARTE/ AFP
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Militärparade in Pjöngjang: Nordkorea gilt als am stärksten militarisiertes Land der Welt. Kein anderer Staat gibt einen ähnlich großen Anteil seines Bruttosozialprodukts für seine Streitkräfte aus.

Foto: Vincent Yu/ AP
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Schweres Gerät: Die Parade anlässlich des 100. Geburstags von Staatsgründer Kim Il Sung gehört zum bizarren Personenkult um Nordkoreas Führer.

Foto: Ng Han Guan/ AP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?