Bloggerin in Nordkorea "Das Regime verändert die Visionen"
Pjöngjang: Der Konflikt mit Nordkorea ist zurzeit akut. Das Regime hat noch am vergangenen Wochenende erneut eine Atombombe, vermutlich eine Wasserstoffbombe, getestet.
Nordkoreanerinnen protestieren gegen US-Sanktionen: Das Regime wird international wegen schwerer Verletzung der Menschenrechte kritisiert.
Strandurlaub in einer Diktatur: Die Russin Marina Ogneva hatte sich vorgenommen, völlig unpolitisch an ihre Nordkorea-Reise heranzugehen - mit den Auswirkungen des Regimes wurde sie auf ihrer Reise durch die Sonderwirtschaftszone Rason dennoch konfrontiert.
Anreise über das Japanische Meer (Ostmeer): Zwölf Stunden dauert die Überfahrt von Wladiwostok in Russland bis nach Rajin in Nordkorea. Die Bloggerin Ogneva fühlte sich auf dem in die Jahre gekommenen Schiff nicht sicher.
Eigentlich verboten: Nordkoreaner zu fotografieren, ist nicht erwünscht. Auf diesem Foto ist es doch einmal passiert, im Hintergrund sitzt die Eisverkäuferin.
Gar nicht so verschieden: Die Koreanisch-Lehrerin aus Russland hat während der Reise im Sommer viele Gemeinsamkeiten zwischen Süd- und Nordkoreanern festgestellt.
Straßenleben: "Alle wollten wissen, warum ich Koreanisch spreche", erzählt Ogneva. "Als ich gesagt habe, dass ich in Südkorea studiert habe, haben sie mich gefragt: Hat es dir dort gefallen? Wie schmeckt das Essen? Wie tragen sie dort ihre Haare?"
Sonnenuntergang an der Goldenen Küste der Sonderwirtschaftszone Rason: "Die Sprache, die Kultur, die Küche, das ähnelt sich alles", so vergleicht Ogneva Süd- und Nordkorea. "Der größte Unterschied ist natürlich das Regime - und das verändert die jeweilige Lebensweise und die Visionen."
Bedrückend: An Tagen ohne Sonnenschein sieht der Strand so grau aus, wie sich die meisten Nordkorea vorstellen.
Marina Ogneva und ihre Mutter: Mehr als 20-mal war die Koreanisch-Lehrerin schon in Südkorea, sie hat dort studiert.
Hier geht's rauf: Die Wanderung war eins der Highlights des Urlaubs.
Panorama über Nordkorea: Der Berg Sahyan in der Nähe der Stadt Rajin ist eine der Touristenattraktionen an der Küste.
Bergtour: Marina Ogneva fand den Urlaub in Nordkorea dank Sonne, Natur, Strand und Internetverbot erholsam. Ein beaufsichtigter Urlaub in einer Diktatur ist aber wohl nicht für jeden etwas.
Bronzestatuen der verstorbenen ehemaligen Staatschefs Kim Il Sung und Kim Jong Il in Pjöngjang: Süßigkeiten aus Russland durfte Ogneva nicht an die Kinder verteilen - diese sollen nicht mit ausländischen Produkten in Berührung kommen.