Northeim: Einsamer Tod im Hochsitz - DER SPIEGEL
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Northeim Einsamer Tod im Hochsitz

Er verlor seinen Job, seine Familie und den Lebenssinn: Ein 58-jähriger Hannoveraner hat sich auf einem Hochsitz nahe Uslar zu Tode gehungert. Sein qualvolles Sterben dokumentierte er in einem Tagebuch. Während seine Tochter die Annahme der Aufzeichnungen verweigert, haben die Bewohner der Kleinstadt Verständnis für den Mann.
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Seine Brille baumelt verloren zwischen kahlen Zweigen eines Strauches. Daneben liegen die schmuddelige Schaumstoffmatratze, die in seinen letzten Lebensstunden sein Zuhause war, und ein Paar dicke Fäustlinge, die er irgendwann ausgezogen hat, als er schon gar kein Kälteempfinden mehr gehabt haben dürfte.

Foto: DPA
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Die Leiche des 58-Jährigen sei bereits mumifiziert und trocken gewesen, sagt ein Augenzeuge. Der Verstorbene habe unter einer alten Steppdecke gelegen, auf dem Rücken, die Arme hinter dem Kopf verschränkt. "Er trug eine Jacke, lange Unterhosen, gute Schuhe. Er war ordentlich angezogen." Neben ihm lag ein Tagebuch, in dem er sein Sterben dokumentiert hatte.

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Ein Jäger hatte den Toten in dem Hochsitz entdeckt, als er mit einem Kollegen die marode Treppe reparieren wollte.

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