Norwegen Ein Land in Trauer
Geländewagen auf dem Weg in ein Gericht in Oslo. In einem der Fahrzeuge soll sich der Attetäter Anders Breivik befunden haben. Die Autos wurden von einer wütenden Menge gestoppt und attackiert. Nach kurzem Stopp konnte die Fahrt weitergehen.
Blumenmeer in Oslo: Mit Sträußen, Kerzen und Briefen gedachten in der norwegischen Hauptstadt Tausende Menschen der Opfer der Anschläge vom vergangenen Freitag.
Breivik hat seine Taten gestanden. Bei seiner Anhörung vor dem Haftrichter wollte er nach Auskunft seines Anwalts eine Uniform tragen - zudem sollte die Venehmung öffentlich sein. Doch dies verbot ein Gericht kurzfristig.
Auch in der Kathedrale von Oslo entzündeten viele Menschen Kerzen. Bei dem Doppelattentat hat es nach bisherigem Stand 93 Todesopfer gegeben, die meisten von ihnen waren jünger als 20 Jahre.
In ganz Skandinavien versammelten sich die Menschen am Montag um zwölf Uhr zu einer Schweigeminute.
Kronprinz Haakon, Frau Mette-Marit: Zu den Opfern des Attentäters Anders Behring Breivik gehört auch ein Stiefbruder der Kronprinzessin.
Einsatzkräfte auf Utøya: Der 51-jährige Polizist Trond Berntsen wurde auf der Insel erschossen, als er seinen zehnjährigen Sohn schützen wollte, berichtet die Zeitung "Dagbladet". Berntsen hielt sich privat im Sommerlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation auf.
Breivik mordete auf Utøya gnadenlos. Der Attentäter war als Polizist getarnt, kaltblütig erschoss er Jugendliche, die bei ihm Schutz suchten und Jugendliche, die sich tot stellten.
Viele der Teenager im Alter von 14 bis 17 Jahren sprangen in Todesangst ins Wasser, um schwimmend von der Insel zu entkommen. Der Attentäter soll auch auf sie geschossen haben.
Zwei junge Frauen legen Blumen ans Ufer gegenüber der Insel Utøya. Viele der Opfer starben im Wasser, erschossen vom Attentäter oder ertrunken auf der Flucht.
Premierminister Jens Stoltenberg neben einem Paar, das sich in seiner Trauer fest umarmt.
Blumen für die Opfer des Massakers: Das Zentrum von Oslo ist für die Menschen dort Anlaufstelle, um ihrer Fassungslosigkeit Ausdruck zu verleihen.
Polizeiabsperrung am Farmhaus des Täters: Etwa 150 Kilometer nördlich von Oslo befand sich der Wohnsitz des 32-Jährigen. Hier...
...entdeckten die Beamten auch große Mengen des Düngemittels, aus dem der Mann wohl seine Bomben für den Anschlag im Regierungszentrum in Oslo gebaut hatte.