Norwegens Abiturienten Busse, Bässe, bizarre Bräuche
Hauptbestandteil der Russe-Uniform: knallrote Latzhosen, verziert mit Zeichnungen und Glückwünschen von Freunden. Die norwegischen Abiturienten, genannt Russe, treffen sich alljährlich zur Riesenparty in Tryvann, einem Naherholungsgebiet in der Nähe von Oslo. Mehr...
"[Untitled]... no use for a name": Ina und ihren Freundinnen ist kein origineller Name für ihre Russe-Gruppe eingefallen. Gemeinsam besuchen sie das Bleiker Gymnasium in Asker, einem reichen Vorort von Oslo.
"Wenn Sie hier ihr Auto parken, kann ich für nichts garantieren": Hinter dem Sicherheitsbeamten wartet eine endlose Kolonne von roten und wild bemalten Fahrzeugen. Sie haben alle nur ein Ziel: Tryvann.
Anreise im Bus: Die meisten Russe-Gruppen mieten oder kaufen sich einen Bus und entwerfen Logo und Motto.
Die Sicherheitsmaßnahmen sind in diesem Jahr massiver als sonst: Am Rand der Riesenparty geht es alles andere als lustig zu. In den vergangenen Jahren hat es mehrere Vergewaltigungen gegeben, ein dubioser Porno-Produzent dreht Amateurfilmchen mit völlig betrunkenen Russemädchen.
Russemädchen in Feierlaune: Die Party in Tryvann dauert zwei Tage und zwei Nächte. Die Prüfungen haben die Norweger bei ihrer Riesenfete allerdings noch vor sich.
Von einem normalen Bus sind die Russe-Karossen weit entfernt: Das Innere gleicht in vielen Fällen eher einer stylischen Lounge.
Für die Bässe ist gesorgt: Die Russe-Busse sind mit gigantischen Musikanlagen ausgestattet. Vor ihnen bilden sich lauter kleine Tanzflächen.
Warten auf den Einlass: In Tryvann treffen sich fast 10.000 Abiturienten aus ganz Norwegen.
"Wenn Du Russ bist, dann denkst du drei Wochen lang nicht an die Zukunft", sagt Jannike.