Notarzt an Karneval - DER SPIEGEL
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Kölner Karneval Ein Notarzt zwischen Jecken

Es wird geschunkelt, gesungen und getanzt. Aber auch geschlagen, geschubst und gesoffen. Tommaso Coin ist als Notarzt im Kölner Karneval im Einsatz. Sehen Sie hier die Fotos.
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Tommaso Coin, 29, arbeitet als Notarzt im Kölner Karneval. Der gebürtige Italiener hat in Padua Medizin studiert. Er ist noch kein halbes Jahr als Notarzt in Köln im Einsatz.

Foto: michaelgallner.com
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Coins Arbeitsort ist ein Zelt, das unweit des Heumarkts steht. Coin wollte Notarzt werden, seitdem er selbst von einem gerettet worden war. Bei einer Skitour hatte er sich zwei Wirbel gebrochen.

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Tagsüber hat Coin kurz Zeit, um sich die Musikanten anzuschauen, die vorüberziehen. Seit vier Jahren lernt Coin bereits Deutsch und spricht es inzwischen fast fehlerfrei. Nach Deutschland kam er der Liebe wegen.

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Ab und zu hat Coin auch Zeit, sich das Treiben in Köln anzuschauen und mit den Feiernden zu posieren. Zwölfeinhalb Stunden dauert sein Dienst.

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Die Sanitäter sind nicht nur im Zelt im Einsatz, sondern auch in den angrenzenden Straßen.

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In kleinen Gruppen schieben sie sich durch die Menschenmassen und versorgen die Betrunkenen oder schauen, wer Hilfe braucht...

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… wie zum Beispiel dieser junge Mann. Er saß einige Stunden lang auf einer Treppe, um seinen Rausch zu verarbeiten. Sanitäterin Lisa hilft ihm beim Aufstehen und schickt ihn mit einer Flasche Wasser nach Hause.

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Ab und zu schaut die Polizei im Zelt vorbei – etwa, wenn dort betrunkene Minderjährige behandelt werden oder Randalierer.

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Mit einem Krankenwagen werden die Patienten ins Krankenhaus gebracht, die sich schwerer verletzt haben.

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Immer, wenn Coin einen neuen deutschen Fachbegriff entdeckt, schreibt er ihn auf. Je pointierter er mit Kollegen und Patienten sprechen kann, desto besser.

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