Notgelandeter Airbus Riesenflieger mit Triebwerksproblem
Beschädigung im Flügel: Mit 443 Passagieren und 26 Besatzungsmitgliedern an Bord hatte sich der Quantas-Flug QF32 am Donnerstagvormittag gerade von Singapur auf den Weg nach Sydney gemacht, als an Bord ein Knall zu hören war. Unmittelbar darauf stellte die Besatzung ein Problem am Triebwerk Nummer zwei fest, das auf der linken Seite des Flugzeugs liegt.
Defektes Triebwerk: Luftsicherheitsexperten gehen von einem mechanischen Problem des Triebwerks aus. Ob Teile aus dem Inneren nach draußen geschleudert wurden, steht noch nicht fest. Die Untersuchungen werden von der australischen Transportsicherheitsbehörde koordiniert.
Ende einer Dienstreise: Die Crew des betroffenen Fliegers nach ihrer Rückkehr im Flughafen von Singapur.
Betroffene Region: Der Triebwerksschaden ereignete sich kurz nach dem Start in Singapur. Vulkanexperten halten es für extrem unwahrscheinlich, dass der indonesische Vulkan Merapi etwas mit dem Triebwerksschaden zu tun haben könnte. Er liegt 1200 Kilometer entfernt.
Geborgene Triebwerksverkleidung: Augenzeugen auf der Insel Batam hatten gesehen, dass die Maschine eine Rauchfahne hinter sich hergezogen hatte.
Beschädigtes Triebwerk: Wenn sie regelmäßig gewartet werden, sind die riesigen Triebwerke des A380 nicht störanfälliger als alle anderen auch. Fluggesellschaften können das Flugzeug mit zwei verschiedenen Motoren kaufen - von der sogenannten Engine Alliance der Hersteller General Electric und Pratt & Whitney sowie von Rolls-Royce. Auf dem Quantas-Flug QF32 kam ein Rolls-Royce Trent 900 zum Einsatz.
Triebwerk Rolls-Royce Trent 900 (auf der Luftfahrtmesse in Farnborough, Juli 2006): Moderne Triebwerke schicken während des Betriebs alle paar Stunden ein Datenpaket an Überwachungscomputer am Boden. Danach wird entschieden, wann und wie die Jetmotoren zu warten sind. Feste Serviceintervalle gibt es nicht.
Betroffene Maschine auf dem Jungfernflug (im September 2008): Vorausgesetzt, der Schaden ist allein im Triebwerk entstanden, dürfte Airbus nur mit dem Imageschaden zurecht kommen müssen, den der aktuelle Zwischenfall nach sich zieht.
Qantas-Chef Alan Joyce (im August 2010): Der Manager sprach von einem schweren Triebwerksfehler. Das Unternehmen werde seine sechs A380 bis zur Klärung des Vorfalls am Boden lassen.
Riesenvogel mit Startverbot: Die Anweisung des Qantas-Chefs wurde sofort umgesetzt. So blieb zum Beispiel diese Maschine in Sydney am Boden.