Notgelandeter Airbus Riesenflieger mit Triebwerksproblem
Beschädigung im Flügel: Mit 443 Passagieren und 26 Besatzungsmitgliedern an Bord hatte sich der Quantas-Flug QF32 am 4. November gerade von Singapur auf den Weg nach Sydney gemacht, als an Bord zwei Knalls zu hören waren. Unmittelbar darauf stellte die Besatzung ein Problem am Triebwerk Nummer zwei fest, das auf der linken Seite des Flugzeugs liegt.
Defektes Triebwerk: Ein Ölbrand soll laut dem Bericht der australischen Luftsicherheitsbehörde die Explosion ausgelöst haben. Metallteile durchschlugen den linken Flügel und rissen ein Leck in die Treibstoffsysteme.
Ausstieg: Die letzten Passagiere konnten erst zwei Stunden nach der Landung die A380 verlassen. Pilot Evans bezeichnete die Zeit als die gefährlichste des Vorfalls.
Crew der Qantas in Singapur: Fünf Piloten waren bei dem Unglücksflug im Cockpit, "Das Flugzeug wäre ohne die konzentrierte und effektive Arbeit der Crew nicht sicher zurückgekehrt", kommentierte der Chef der australischen Luftsicherheitsbehörd, Martin Dolan.
Region des Unglücks: Der Triebwerksschaden ereignete sich nur wenige Minuten nach dem Start in Singapur, ...
... auf der Insel Batam barg die indonesische Polizei die abgestürzte Triebwerksverkleidung. Augenzeugen hatten gesehen, dass die Maschine eine Rauchfahne hinter sich hergezog.
Beschädigtes Triebwerk: Fluggesellschaften können das Flugzeug mit zwei verschiedenen Motoren kaufen - von der sogenannten Engine Alliance der Hersteller General Electric und Pratt & Whitney sowie von Rolls-Royce. Auf dem Quantas-Flug QF32 kam ein Rolls-Royce Trent 900 zum Einsatz.
Triebwerk Rolls-Royce Trent 900 (auf der Luftfahrtmesse in Farnborough, Juli 2006): Moderne Triebwerke schicken während des Betriebs alle paar Stunden ein Datenpaket an Überwachungscomputer am Boden. Danach wird entschieden, wann und wie die Jetmotoren zu warten sind. Feste Serviceintervalle gibt es nicht.
Qantas-Chef Alan Joyce (im August 2010): Das Unternehmen hat seine sechs A380 inzwischen wieder in die Luft geschickt.