Putschversuch in Bayern 1923 Rechtsruck für die Republik
NSDAP-Parade: Die nationalsozialistischen Partei NSDAP wurde 1920 gegründet und stand seit 1921 unter der Leitung von Adolf Hitler. Mit der Parole "Deutschland erwache" wollte sie 1923 in München eine "nationale Revolution" einleiten.
Scharfschützen im Training: Bewaffnete bayerische Kampfverbände üben sich im November 1923 an der Grenze zu Thüringen im Scharfschießen.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 102-00199
Gescheiterter Marsch: Wie Mussolini in Rom wollte Hitler mit seinem "Marsch auf Berlin" eine Machtübernahme erreichen. Die Aufnahme vom 9. November 1923 zeigte eine Hitler-Truppe auf dem Marsch durch Neustadt in Bayern.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 102-00201
Propagandafahrt in Bayern: Adolf Hitler bei einer Propagandafahrt im September 1923. Im Auto saßen von links: der Fahrer Schellshorn, Hitler, Ulrich Graf, Helmuth Klotz, Christian Weber, Walter Buch und Max Winkler.
Signatur im Bundeaarchiv: Bild 102-00204
Rechte Wehrverbände: Zum sogenannten Deutschen Tag der Vaterländischen Verbände vom 1. bis 2. September 1923 organisierten Anhänger der NS-Bewegung einen Aufmarsch auf der Deutschherrenwiese in Nürnberg.
Inflation als Nährboden für den Aufstand: Die Menschen stehen im Juni 1923 vor den Kassen der Reichsbank an. Wegen der katastrophalen Inflation trugen sie große Taschen bei sich, um große Mengen an Geldscheinen transportieren zu können.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 102-00131
Zeit der Unruhen: Die "Sturm-Abteilung" (SA) der NSDAP brachte am 1. Mai 1923 ihr Maschinengewehr auf dem Oberwiesenfeld in München in Stellung, um den Mai-Aufmarsch von SPD und Gewerkschaften zu zerschlagen. Doch dazu kam es nicht, denn die bayerischen Politiker ließen die Nazis entwaffnen.
Reichskanzler im Krisenjahr: Als Gustav Stresemann von dem ausgerufenen Notstand in Bayern erfuhr, konterte er mit einem reichsweiten militärischen Notstand.
Stresemann im August 1923, kurz nach seinem Regierungsantritt
Frühe Hitler-Aufnahme: Adolf Hitler hält in seiner Funktion als Parteiführer zur ersten Fahnen- und Standartenweihe der NSDAP am 28. Februar 1923 eine Ansprache auf dem Münchner Marsfeld.
NS-Bewegung: Der erste Parteitag der NSDAP fand vom 27. bis 29. Januar 1923 statt. Die Aufnahme zeigt, wie die Teilnehmer der Sitzung am 28. Januar durch München marschieren.
NSDAP-Demo: Bei einer Demonstration von NSDAP und SA auf dem Münchener Lenbachplatz am 1. Mai 1923 hält der Schriftsteller Alois Dallmayr eine Rede. Dallmayr war ein früher Anhänger der NSDAP und hatte sich als Redner für den Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund einen Namen gemacht. Unter den Anwesenden befindet sich auch Adolf Hitler, markiert mit einem Kästchen unten rechts.
Vom Verbündetem zum Verräter: Die "Kahr-Diktatur" startete am 26. September 1923, als die bayerische Staatsregierung den erzkonservativen Gustav Ritter von Kahr gemäß Artikel 48 der Weimarer Verfassung zum Generalstaatskommissar mit diktatorischen Vollmachten ernannte. Danach arbeitete er gemeinsam mit Adolf Hitler an der Abspaltung Bayerns, stellte sich aber beim Hitler-Putsch gegen ihn.
Kahr während seiner Amtszeit als bayerischer Ministerpräsident und Außenminister vom 16. März 1920 bis 11. September 1921
Bruch mit der Reichswehr: Otto von Lossow wurde 1921 zum bayerischen Landeskommandant der Reichswehr ernannt. Am 26. September 1923 wurde er jedoch seines Amtes enthoben, weil er den Befehl von Reichswehrminister Otto Geßler, die Zeitung der NSDAP "Völkischer Beobachter" zu verbieten, nicht umgesetzt hatte. Am nächsten Tag wurde er von Kahr als Landeskommandant der bayrischen Reichswehr eingestellt. Gemeinsam mit dem Chef der bayerischen Landespolizei, Hans von Seißer, bildeten Kahr und Lossow ein Triumvirat, das sich gegen die Reichsregierung von Ebert stellte.
Hitler-Putsch: Am frühen Morgen des 9. November 1923 marschierte Adolf Hitler mit seinen Anhängern auf die Feldherrnhalle in München zu. Doch der Marsch wurde von der bayerischen Landespolizei gestoppt. Bei dem Gefecht in der Münchener Innenstadt fielen insgesamt 20 Männer. Die Fotopostkarte aus dem Jahr 1923 zeigt die marschierenden Männer in München - allen voran Adolf Hitler.
Hitlers Leibwache: Der "Stoßtrupp-Hitler" wurde im Mai 1923 gegründet und sollte Adolf Hitler vor Angriffen schützen. Am 8. November versperrte der Stoßtrupp den Bürgerbräukeller und machte Hitler den Weg frei, um seinen Putsch zu verkünden. Hier sieht man Hitlers Stoßtrupp im November 1923 mit einem Lastwagen durch München fahren.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 146-1973-026-43
Odeonsplatz nach dem Zusammenstoss: Die Aufnahme vom 9. November 1923 zeigt die heranströmenden Menschen auf dem Odeonplatz an der Feldherrnhalle nach der blutigen Abwehr von Hitlers Putschversuch.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 119-1426
NS-Feiertag: Der 9. November wurde in der NS-Zeit als Tag einer heroischen Niederlage zum nationalen Feiertag erklärt. Die Aufnahme zeigt ein Jahrestreffen der Teilnehmer des 9. November 1923 im Münchener Bürgerbräu-Keller 1937.
Von links: Franz Ritter von Epp, Rudolf Heß, Adolf Hitler, Hermann Göring