NS-Verbrecher Klaus Barbie "Ich bin gekommen, um zu töten"
Kriegsverbrecher: Klaus Barbie, Chef der Gestapo in Frankreich während des zweiten Weltkriegs, vor seinem Prozess. Er wurde im "Palais de Justice" wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in 17 Fällen zu lebenslanger Haft verurteilt. Von 1942 bis 1944 hatte er als Leiter der Abteilung IV des Sicherheitsdienstes die Lyoner Außenstelle der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) befehligt.
Gefangene in Auschwitz: Weibliche Insassen des Konzentrationslagers Auschwitz, die zum Arbeitseinsatz im Reichsgebiet abtransportiert werden. Auf Klaus Barbies Befehl hin überfielen Bewaffnete am 6. April 1944 ein Heim jüdischer Kinder in Izieu. 41 Verschleppte im Alter zwischen 3 und 13 Jahren starben wenig später in den Gaskammern von Auschwitz.
DPA
Résistance-Chef: Jean Moulin, genannt "Max", war einer der führenden Köpfe in der französischen Widerstandsbewegung. Barbie folterte ihn zu Tode.
Jugend: Klaus Barbie (2.v.l.) in seiner Jugend mit Freunden in der Eifel: "Wir haben immer geglaubt, Klaus werde eines Tages Pfarrer", sagte einer von ihnen. Doch Barbie wurde stieg während des Zweiten Weltkriegs im besetzten Frankreich zu einem der willfährigsten Vollstrecker der NS-Vernichtungspolitik auf. Wenn er das Kommando als Leiter der Abteilung IV der Lyoner Außenstelle der Gestapo übernahm soll der "Schlächter von Lyon" gesagt haben: "Ich bin gekommen, um zu töten."
Barbies SS-Foto: Das Foto aus seinem SS-Ausweis zeigt Klaus Barbie in Zivilkleidung. Tausende Männer, Frauen und Kinder soll Barbie gefoltert, in Vernichtungslager verschickt oder gleich selbst getötet haben.