NS-Vergangenheit - DER SPIEGEL
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NS-Vergangenheit Meine Großeltern, die Nazis?

Opfer, Mitläufer oder Täter? Moritz Pfeiffer ging der NS-Vergangenheit seiner Großeltern auf den Grund. Über das Ergebnis seiner Recherche hätte er gern mit ihnen gesprochen.
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Mein Großvater als Offiziersanwärter: 1939 trat mein Großvater freiwillig der Wehrmacht bei, um Berufsoffizier zu werden. Nach der Ausbildung in Polen nahm er am Frankreich- und am Russlandfeldzug teil. Im September 1942 wurde nahe Stalingrad verwundet. Als Besatzungsoffizier in Frankreich geriet er im November 1944 in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Als Offizier war er exponiert von den Millionen einfacher Landser und Entscheidungsträger, durch die militärische Hierarchie jedoch von grundlegenden richtungsweisenden Entscheidungen losgelöst. Doch gerade durch seine "Normalität" ist mein Großvater vermutlich ein gelungenes Beispiel dafür, wie sehr der Nationalsozialismus auf der deutschen Gesellschaft gründete und seine Kriege und seine Vernichtungsprogramme von "ganz normalen Deutschen" durchgeführt wurden.

Foto: Moritz Pfeiffer
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Kompanieführer: Mein Großvater im Kreis der Kompanieführer seines Regiments. Vor dem Einsatz im Russlandfeldzug war die 79. Infanterie-Division meines Großvaters in Kärnten/ Österreich stationiert. In Russland war sie der 6. Armee unter Generalfeldmarschall Walter von Reichenau unterstellt. In Stalingrad kämpfte die Division in dem Traktorenwerk "Roter Oktober". Nach der Einkesselung der 6. Armee, nun unter dem Kommando von Generalfeldmarschall Paulus, wurde die 79. I.D. vollständig aufgerieben.

Foto: Moritz Pfeiffer/Im Familienbesitz
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Zentrale: Wie die meisten Deutschen waren auch Moritz Pfeiffers Großeltern vom Nationalsozialismus begeistert und der NSDAP-Propaganda erlegen.

Hier im Bild das sogenannte Braune Haus, Parteizentrale der NSDAP von 1930 bis 1945, in München. Auf dem Balkon steht Adolf Hitler mit Reichsschatzmeister Franz Xaver Schwarz.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Heinrich Hoffmann
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