NSU-Dreiteiler "Mitten in Deutschland" Ein Bild sagt mehr als tausend Akten
Teil eins des Dreiteilers "Mitten in Deutschland" befasst sich mit den Tätern der Mordserie, also Uwe Mundlos (Albrecht Schuch, links), Beate Zschäpe (Anna Maria Mühe) und Uwe Böhnhardt (Sebastian Urzendowsky, rechts).
Es geht um die Radikalisierung Jugendlicher in der Nachwendezeit und die Entstehung rechtsradikaler Strukturen in den neuen Bundesländern.
Im Vorspann wird versichert, es handle sich nicht um einen Dokumentar-, sondern einen Spielfilm.
Teil eins beeindruckt durch seine Authentizität. Zschäpe wird dargestellt als die Person, die das Trio zusammenhält.
Dem Zuschauer, der sich nicht täglich mit der Materie beschäftigt, bleibt rätselhaft, was Realität und was Fiktion ist.
Verglichen mit den Ergebnissen der Münchner Hauptverhandlung, stimmen sehr viele Dinge haargenau.
Uwe Böhnhardt (Sebastian Urzendowsky) mit seinem Rücken-Tattoo. Es zeigt die Grenzen Nazi-Deutschlands.
Skinheade verprügeln einen Jungen.
"Deutsche, wehrt euch": Neonazis während eines Aufmarsch.
In Teil zwei geht es um die Opfer der Mordserie, hier Adile (Uygar Tamer) und Hüseyin (Özgür Karadeniz).
Angelehnt ist Teil zwei an das Buch von Semiya Simsek, der Tochter eines der Opfer.
Die Dorfgemeinde trauert um das Opfer Enver.
Maskierte Männer nähern sich einem Sprinter.