NYPD-Skandale: Polizei mit PR-Kompetenz - DER SPIEGEL
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NYPD-Skandale Polizei mit PR-Kompetenz

Sie gelten als schlagkräftigste Polizeitruppe der Welt: Die Cops des NYPD rühmen sich, New York zu sichersten Großstadt Amerikas gemacht zu haben. Doch eine Skandalwelle, die Occupy-Proteste und ein kontroverser Terrorfall bringen sie jetzt zunehmend in Misskredit.
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Die New Yorker Polizei macht derzeit mit einer Reihe von Skandalen von sich reden: Scharf kritisiert wurde das Vorgehen des NYPD bei den Protesten der Occupy-Bewegung im November. Hier wird ein Journalist zur Seite gedrängt.

Foto: EDUARDO MUNOZ/ REUTERS
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Der NYPD-Inspektor Anthony Bologna soll wehrlose Demonstranten mit Pfefferspray attackiert haben. Bologna wurden dafür zehn Urlaubstage gestrichen.

Foto: MARIO TAMA/ AFP
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Bei den Auseinandersetzungen gab es zahlreiche Verletzte.

Foto: KEVORK DJANSEZIAN/ AFP
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Der Chef der New Yorker Polizei, Ray Kelly, präsentiert auf einer Pressekonferenz Einzelteile einer Rohrbombe, die der mutmaßliche Terrorist Jose P. angeblich bauen wollte. Das NYPD habe den Qaida-Sympathisanten rechtzeitig dingfest gemacht, hieß es. "Wir hatten Bereitschaftsbeamte vor Ort um notfalls die Tür einzutreten."

Foto: ALLISON JOYCE/ REUTERS
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Auch New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg (hier im Oktober bei einer Pressekonferenz) war zu der Vorstellung gekommen. In einer Holzkiste lagen: eine Uhr, eine Batterie, eine Lichterkette, das Eckstück eines Abflussrohrs. Die telegene Show zeigte Wirkung: Alle US-Medien machten prompt mit der gleichen Nachricht auf: Erneut habe das New York Police Department (NYPD) ein Terrorkomplott vereitelt.

Foto: Karly Domb Sadof/ AP
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Mit von der Partie bei der Präsentation war auch Bezirksstaatsanwalt Cyrus Vance, Chefankläger im eingestellten Verfahren wegen sexueller Belästigung gegen den ehemaligen IWF-Chef Strauss-Kahn.

Foto: ? Mike Segar / Reuters/ REUTERS
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Auf dem New Yorker Foley-Platz protestieren Muslime gegen Übergriffe von Seiten des NYPD und der CIA.

Foto: ANDREW BURTON/ REUTERS
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"Nein zu einem Polizeistaat", warnen die Protestierenden.

Foto: MARIO TAMA/ AFP
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Die Zahl der aufgedeckten Skandale innerhalb der New Yorker Polizei steigt: So sagte ein Ex-Beamter unter Eid aus, Drogen-Cops würden für aufgedeckte Heroin- und Drogendelikte mit Überstundensold belohnt. Das habe zur Folge, dass einige solche Delikte vortäuschten, indem sie die Drogen völlig Unschuldigen unterschöben - eine Prozedur, die im NYPD-Jargon "Flaking" heißt.

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In der Bronx wurden 16 NYPD-Beamte wegen Korruption angeklagt: Sie sollen für Freunde und Verwandte Strafzettel "beseitigt" haben, im Gegenzug für Gefälligkeiten und Schmiergeld. Es ist der größte NYPD-Korruptionsfall seit den fünfziger Jahren.

Foto: Mario Tama/ Getty Images
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?