Obdachlosigkeit in USA - DER SPIEGEL
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Obdachlosigkeit in USA Ein amerikanischer Alptraum

Letzte Zuflucht Pappkarton: Die Obdachlosen-Camps der dreißiger Jahre waren eines der schaurigsten Symbole der Großen Depression - und wurden zum Anstoß für die Anfänge einer staatlichen Sozialpolitik in den USA. Jetzt sind die "Hoovervilles" von damals zurück. Von Wiebke Junk
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Kritik an der Politik: Zwei junge Bewohner einer Hooverville in Washington DC üben Protest. Der damalige amerikanische Präsident Herbert Hoover wurde von vielen für die Krise nach dem Börsencrash 1929 verantwortlich gemacht. In Anlehnung an sein Versagen wurden die Barackenstädte, die überall im Land enstanden, ironisch bloß "Hoovervilles" genannt.

Foto: Getty Images
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Hooverville in Seattle: Bretterbuden und Wellblechhütten bieten den Bewohnern hier die letzte Zuflucht. In ganz Amerika entstanden während der großen Depression tausende solcher Barackenstädte, in denen Obdachlose in selbstgebauten Hütten lebten.

Foto: AP
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Der amerikanische Albtraum: New York, 1931. Nach dem "schwarzen Donnerstag" 1929 hatten mehr als eine Million Amerikaner ihr zu Hause verloren. Sie mussten ihr Schicksal in die eignen Hände nehmen und auf Müllhalden nach Material suchen, um sich einen notdürftigen Unterschlumpf zu zimmern.

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Wohnen direkt im Central Park: "Hoover Village" war eine Barackenstadt im wohl bekanntesten Park der Welt, dem New Yorker Central Park. Hier lebten Obdachlose in den dreißiger Jahren illegaler Weise in ihren eigens gebauten Hütten. Die Behörden und New Yorker Polizei duldeten die kleine Stadt, da allgemeines Mitleid mit den Obdachlosen herrschte, die nach dem Börsencrash 1929 meist ohne eigene Schuld verarmt waren.

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Unter amerikanischer Flagge: In "Hoover Village" im New Yorker Central Park wachsen Kinder in beklemmender Armut auf.

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Solidarische Suppe: Lange haben diese Obdachlosen auf ihre warme Mahlzeit gewartet. Die Menschenschlangen vor den Suppenküchen, die während der großen Depression von freiwilligen Helfern ins Leben gerufen wurden, waren endlos lang. Wohltätige Einrichtungen konnten dem großen Andrang der Obdachlosen auf Dauer nicht standhalten.

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Auf dem Weg zur Besserung: Herbert Hoover (links) und Franklin D. Roosevelt (rechts) fahren zu Roosevelts Inaugurationsfeier am 4. März 1933. Mit großer Mehrheit hatte Roosevelt die Wahl zum amerikanischen Präsidenten gewonnen. Nun sollte er dem Land soziale Reformen bringen.

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Zurück im Jetzt: Eine Zeltsstadt in Sacramento, Kalifornien im März 2009. Mit steigender Arbeitslosigkeit in der Finanzkrise entstehen in Amerika wieder neue "Hoovervilles".

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Leben im Zelt: Gennadiy Tomashov hat seinen Job als Truckfahrer verloren und ist nun seit Monaten obdachlos. In seinem Zelt in der Zeltstadt in Sacramento rollt er sich eine Zigarette.

Foto: REUTERS
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Die Fahne auf der Jacke: Ein Obdachloser in der kalifornischen Zeltstadt in Sacramento im März 2009. Der Bundesstaat Kalifornien hat mit einer besonders hohen Obdachlosenrate zu kämpfen.

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Abendessen unter freiem Himmel: Das neuerdings Obdachlose Paar Tammy und Keith Day kochen ihr Abendessen auf glühendem Kohlegrill. Doch ist dies kein Campingurlaub. Die beiden sind nun auch Bewohner der Zeltstadt in Sacramento.

Foto: AFP
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