Oculus in New York Der teuerste Bahnhof der Welt
Spitzenarchitektur: In New York hat in unmittelbarer Nähe zum One World Trade Center der spektakulär aussehende Bahnhof Oculus eröffnet - mit zehn Jahren Verspätung.
Strahlend weißes Gerippe: Der spanische Architekt Santiago Calatrava hat den Bahnhof entworfen.
Der Bau vereint Bahnhof, Einkaufszentrum und Fußgängertunnel.
Die Kostenexplosion, die Oculus den Spitznamen eines gefräßigen, fetten Truthahns einhandelte, erinnert an deutsche Großprojekte wie die Hamburger Elbphilharmonie und den Flughafen BER.
Grund für die Verzögerungen war laut einer Analyse der "New York Times" auch die Vision Calatravas: Er bestand auf säulenfreie Innenräume, arbeitsintensive Baumethoden und Stahlelemente, die sich nur im Ausland fertigen ließen.
Oculus ist der wohl teuerste Bahnhof der Welt, schreibt das "Wall Street Journal".
"Das Schöne ist halt schwierig", sagte Architekt Calatrava, wenn er sich vor seinen Kritikern rechtfertigte.
"Aufsteigender Phönix" taufte die "New York Times" den Bahnhofsentwurf.
"Im Bauch eines sterilen Dinosauriers", kommentiert ein Besucher, als er unter dem rippenähnlichen Gewölbe nach oben blickt.