20 Beispiele Diese Spiele gibt es für Oculus Touch
"Superhot VR": Einmal Max Payne sein
Solange sich der Spieler nicht bewegt, bleibt die Zeit mehr oder weniger stehen: Schon auf dem PC war der Shooter "Superhot" mit diesem originellen Konzept ein Überraschungserfolg. Die nun erscheinende VR-Version des Spiels ist noch besser: Per Körperbewegung weicht man Schüssen aus, die langsam auf einen zukommen, per Touch-Controller reißt man dem Angreifer die Waffe aus der Hand und zielt auf dessen Körper, der bei Beschuss zerspringt.
So sehr als Superheld fühlen wie hier konnte man sich noch in kaum einem Spiel. Fand man einst "Max Payne" mit seiner Zeitlupe beeindruckend, wird man in "Superhot VR" aufgehen - denn hier ist man quasi Payne selbst. Wenn man einem auf einen zustürmenden Gegner im letzten Moment noch ins Gesicht boxt, ist das Glücksgefühl so groß, dass es egal ist, ob die Grafik realistisch ist oder nicht.
"The Unspoken": Duell der Großstadt-Magier
Der Alltag eines kämpfenden Zauberers ist ziemlich anstrengend: In "The Unspoken" kann man sich als solcher mit anderen Magiern duellieren. Per Handbewegung lassen sich etwa Angriffs- und Verteidigungszauber aktivieren. Dazu muss man sogenanntes Ember einsammeln und gegnerischen Attacken entkommen. Per Teleport springt man durch die Arenen, die düster, aber optisch beeindruckend daherkommen.
Das Spiel der renommierten Entwickler von Insomniac Games ("Sunset Overdrive") ist wegen seiner Komplexität vielleicht nicht der ideale Titel für VR-Einsteiger, Profis bietet er aber eine echte Herausforderung - und das im unverbrauchten Szenario der Großstadt-Magier.
"VR Sports Challenge": Körperwechsel im Sekundentakt
Tanz- und Bewegungsspiele gibt es viele. Doch "VR Sports Challenge" zeigt nun, wie auch Sportarten wie Basketball und Football adaptiert werden könnten - oder zumindest Teilaspekte daraus, wie Angriffe oder Freiwürfe. Per Handbewegung wirft man in kurzen Spielsequenzen Bälle, ohne sich von der Stelle zu bewegen. Fliegt der Ball dann durch die Luft, wechselt man in die Rolle des Passempfängers und muss den Ball fangen.
Ein solches Spielkonzept wird wohl nie stundenlange "Fifa"-Sessions ersetzen, aber so sehr auf dem Feld präsent hat man sich noch in keiner Sportsimulation gefühlt. Wirft man einen Korb, jubelt die Halle und manchmal reißt man dann sogar selbst die Hände nach oben. Zudem ist "VR Sports Challenge" durchaus humorvoll.
"Serious Sam": Ballerspiel mit vollem Körpereinsatz
Wer schon immer einmal wissen wollte, wie sich Actionheld Sam "Serious" Stone fühlt, wenn ihm eine Horde riesiger Krabbeltiere und blutrünstiger Mutanten entgegenrennt, sollte den VR-Shooter "Serious Sam" austesten. Ausgerüstet mit einer Waffe in jeder Hand muss man sich gegen außerirdische Gegner wehren. Denn die rennen teilweise wie wild geworden auf den Spieler, manchmal beschießen sie ihn aber auch aus der Ferne. Da hilft nur reales Bücken und Ausweichen. Beim Spielen gerät man daher schnell ins Schwitzen.
Noch hapert es ein wenig an der Grafik: An manchen Stellen ist das Bild leicht verzögert, auch die virtuelle Welt wirkt noch nicht perfekt. Das macht der Sound dafür wieder gut. Die Geräusche der Aliens und der Waffen klingen beängstigend: Je näher diese einem kommen, desto lauter sind sie zu hören.
"Job Simulator": Langweiliges kann so aufregend sein
Spiegelei machen, Würstchen drehen, aufräumen - die Aufgaben im "Job Simulator", den es auch für Playstation VR und die Vive gibt, könnten trivialer kaum sein. Das Spiel mit seiner Comic-Grafik zählt trotzdem oder gerade deshalb zu den besten VR-Erlebnissen, die es bislang gibt. Gerade, weil man weiß, wie bestimmte Dinge im echten Leben funktionieren, lassen sich viele Aufgaben intuitiv lösen.
Im Spiel kann man in vier verschiedene Berufe reinschnuppern, vom Koch bis zum Supermarktkassierer. Besonders lustig ist das Spiel, wenn man mal Dinge ausprobiert, die nicht gefordert werden - etwa, wenn man einen Smoothie mit Dingen mixt, die dort garantiert nicht reingehören.
"I expect you to die": Auf geheimer Mission
Wer Fan des Action-Adventures "L.A. Noir" ist, dürfte auch "I expect you to die" mögen. Hier schlüpft man zwar nicht in die Rolle eines Polizeibeamten, dafür aber in die eines Elite-Geheimagenten. Sein Ziel ist es, lebend aus den gefährlichen Missionen herauszukommen. Damit das gelingt, müssen in verschiedenen Szenarien kniffelige Rätsel gelöst werden. Dafür liegen verschiedene Gegenstände und Hinweise im virtuellen Raum herum, die mithilfe der Touch-Controller bewegt werden können. Nur wer diese richtig einzusetzen weiß, überlebt.
Beim Spielen ist man immer wieder überrascht, wo überall Objekte versteckt sein können: Im Innenraum eines Autos findet man etwa im Handschuhfach oder auf dem Innenspiegel unter anderem Taschenmesser, Zigarren oder Bomben. Allein beim Durchsuchen des virtuellen Raums kann die Zeit schnell vergehen. Dabei sind die Missionen eigentlich ziemlich kurz.
"Fruit Ninja VR": Alle aus dem Weg
Auf dem Smartphone zählt "Fruit Ninja" zu den beliebtesten Spielen überhaupt - per Wisch übers Display zerteilt man Obst. In VR ist das Ganze nicht weniger unterhaltsam. Mit ein oder zwei Ninja-Schwertern in der Hand geht man auf Highscore-Jagd, während einem die Früchte entgegenfliegen.
"Fruit Ninja" ist ein lustiges Spiel für zwischendurch. Aufpassen sollte man beim Spielen allerdings, dass nicht gerade Familienmitglieder im Raum stehen: Bei kaum einem Spielen schlägt man so beherzt zu wie hier.
"Dead and Buried": Wie im wilden Westen
Der Multiplayer-Shooter "Dead and Buried" wurde von den Oculus Studios entwickelt und wird Controller-Käufern kostenlos angeboten. In einer Geisterstadt kämpft man gegen Zombies. Als Waffen stehen einem Katapulte, Bomben und Revolver zur Verfügung. Diese gilt es geschickt und schnell einzusetzen - ansonsten ist man am virtuellen Schießstand schnell tot und begraben.
Im Multiplayer-Modus spielt man mit mindestens zwei oder maximal vier Spielern. Wer will, kann auch sein eigenes Westernabenteuer kreieren und sich anschließend mit seinen Freunden oder im offenen Modus mit anderen Spielern duellieren. Findet sich aber kein Mitspieler findet, wird einem schnell langweilig im wilden Westen.
"Toybox": Zwerge, fallt um
Spannend wird die Frage, wie die Touch-Controller soziale Interaktion in VR verändern - sie machen es schließlich möglich, zu winken oder auf andere, neue Arten mit Anderen Kontakt aufzunehmen. Mit "Toybox" erscheint nun eine Art kleiner virtueller Spielplatz, in dem man zum Beispiel Zwerge umkegeln, Glaskugeln kaputtzuhauen und Bauklötzchen durch die Gegend werfen kann.
Wir selbst konnten das Programm nur ohne Mitspieler testen, aber auch so machte es Spaß, mit der Physik zu experimentieren. "Toybox" ist also zumindest eine gute Möglichkeit, sich in Ruhe mit den Touch-Controllern vertraut zu machen.
"Viral EX": Bequemer ist besser
Den Shooter "Viral" kennen VR-Fans schon von der Handybrille Gear VR. Nun erscheint mit "EX" eine überarbeitete Version des Spiels mit Touch-Unterstützung. Und die ist absolut sinnvoll. Statt wie auf der Gear VR per Kopfbewegung zielt man nun per Handcontroller - und man kann nun dank einer Waffe pro Hand auch in zwei Richtungen gleichzeitig schießen. Das entspannt den Nacken und verspricht wohl auch mehr Erfolg.
Im Vergleich zu anderen Shootern ist "Viral EX" aber eher eine nette Ballerei, als allzu aufregend. Die Grafik ist unspektakulär, voran kommt man automatisch. Lediglich die antreibende Dance-Musik macht Lust, sich durch die über 50 Level zu ballern.
"Music Inside": Unschlagbares Taktgefühl
Einmal die Bühne rocken wie Schlagzeuglegende Phil Collins das bleibt wohl für die meisten ein Traum. Im Musikspiel "Music Inside" wird dieser aber zumindest virtuell wahr. Mit je einem Drumstick in der Hand und dem Bass im Ohr müssen die abwechselnd aufleuchtenden Trommeln und Tomtoms angeschlagen werden. Hier kommt es auf Reaktionsvermögen, Präzision und richtiges Taktgefühl an. Manchmal hat man allerdings das Gefühl, dass die Anschläge nicht wirklich mit dem Beat der Musik korrelieren.
Dafür bewegen sich um einen herum Feuerwerke und überdimensionale Musikbalken zum Takt der Musik. Letztere kann man über SoundCloud oder seine eigene Musikbibliothek auswählen.
"Home Improvisation": Wie "Die Sims" bei Ikea
Wer eine Wohnung einrichtet, kann sich schnell verkalkulieren. Damit das in Zukunft nicht mehr passiert, kann man bei "Home Improvisation" gekonntes Dekorieren trainieren. Eine Kommode zusammenbauen, das Wohnzimmer umgestalten oder einfach den Keller aufräumen - all das funktioniert in der VR-Möbelbausimulation per "Drag and Drop" mit den Touch-Controllern. Die einzelnen Objekte zu bewegen und vor allem richtig zu platzieren, funktioniert jedoch nicht einwandfrei. Das führt nicht nur zu Frustration, sondern auch zu fragwürdigen Bauergebnissen.
Praktisch sind dafür die zwei Sichtperspektiven: Entweder man befindet sich Eins-zu-Eins im virtuellen Raum oder man betrachtet ihn aus der Vogelperspektive. Doch Obacht: Bei ständigem Sichtwechsel, wird einem schnell übel. Wer genug von den eigenen virtuellen vier Wänden hat, kann auch andere Zimmer begehen oder sich die Räume anderer Nutzer ansehen.
"Final Approach": Vorsicht, Bruchlandung!
Bei "Final Approach" geht es um die letzten Sekunden vor einer Landung: Die umherfliegenden Flugzeuge, Jets und Hubschrauber müssen gezielt auf die Landebahnen gelenkt werden. In der Rolle des Fluglotsen beobachtet man in der Vogelperspektive den virtuellen Flughafen. Mit den Touch-Controllern zeichnet man den Landeweg für die Piloten in den Himmel. Dabei ist Fingerspitzengefühl und etwas Logik gefragt. Denn wer den Weg nicht präzise genug malt, riskiert einen explosiven Absturz - und verliert so Punkte.
Die Miniaturwelt lebt von der Liebe zum Detail: Zwischen den Bahnen laufen Bauarbeiter und Flugpersonal umher, die Wellen rauschen und die Bäume wehen im Wind. Und wenn eine der Maschinen nah an einem vorbeifliegt, dröhnt der Propeller einem in den Ohren. Zudem ist einer der Flugbegleiter per "Funk" zu hören.
"Quill": Leichte Feder, schwere Kunst
Die kostenlose App "Quill" ist nicht nur für Kunstliebhaber ein Muss: Wer sich gern ein wenig kreativ ausleben möchte, kann mit seiner virtuellen Feder grafische Kunstwerke erschaffen. "Quill" lebt von seinen vielen gestalterischen Möglichkeiten: So kann zwischen etlichen Farben, Formen und Größen variiert werden. Die Benutzeroberfläche und das Menü sind leider weniger intuitiv zu bedienen. Auch die vielen Optionen und Gestaltungstechniken machen die App unübersichtlich. Ohne die anfänglichen Tutorials kommt man daher kaum zurecht.
Sobald das Prinzip aber verstanden ist, möchte man kaum mehr aufhören, die virtuelle Welt um sich herum mit 3D-Motiven, Skulpturen und kleinen Zeichnungen aufzuhübschen.
"Medium": Kneten, formen, malen
Unter freiem Himmel sein eigenes virtuelles Kunstwerk erschaffen: "Medium" erinnert stark an das Vive-VR-Malprogramm "Tilt Brush". Doch hier geht es nicht ums Malen, sondern ums Ausmeißeln. Mithilfe diverser Werkzeuge können Skulpturen und aufwendige 3D-Modelle gestaltet und geformt werden. Die virtuelle Modelliermasse wird dabei mit den Touch-Controller gegossen: Das Volumen, die Form und die Oberfläche werden frei gewählt. Anschließend kann das erschaffene Bildwerk bemalt, aufgeblasen, abgeflacht, angeschnitten und vieles mehr werden.
Von den Funktionen her ähnelt "Medium" seinem VR-Pendant "Quill". Beide Anwendungen werden zum Start der Touch-Controller kostenlos angeboten werden. Die Benutzeroberfläche ist bei "Medium" allerdings weitaus intuitiver, und die Menüs lassen sich leichter ansteuern als bei "Quill".
"Fantastic Contraption": Aufgebaut und losgerollt
Bei "Fantastic Contraption" müssen aus einzelnen Teilen und Bauformen kleine Maschinen zusammengebaut werden. Dabei ist logisches Denken und vor allem Präzision gefragt: Platziert man ein Bauteil etwa ein Stück zu weit nach links oder rechts, wird die Maschine beim Anfahren mit Sicherheit umkippen oder gar nicht erst losrollen. Das kann frustrieren, da kaum hilfreiche Hinweise darüber gegeben werden, wie genau die Einzelteile zusammenzufügen sind. Schafft man es dann etwa ein kleines Fahrzeug zum Fahren zu bringen, ist die Freude mehr als groß.
Die bunte Welt ist liebevoll gestaltet: Blütenstaub wird von den Blümchen verstreut oder ein Kätzchen fliegt blinzelnd über die grasgrüne Insel. Die Touch-Controller werden in die virtuelle Welt übertragen und als hölzerne Version mit bunten Blümchen präsentiert.
"Pierhead Arcade": Günstiger als die echte Arcade
Mit Freunden in die Spielhalle zu gehen, ist meistens keine gute Idee: Schnell wirft man Euro um Euro in die Maschinen, um einige Sekunden lang Punkte sammeln zu können. In "Pierhead Arcade", das es auch für die Vive gibt, sind die Spiele kostenlos: Von Basketball bis zur Gummihammer-Hauerei ist für Abwechslung gesorgt.
Die Steuerung der Spiele erklärt sich in der Regel von selbst, von Maschine zu Maschine wechselt man per Teleport. "Pierhead Arcade" ist kein originelles Spiel, kein Titel, den man unbedingt gespielt haben muss. Aber die einzelnen Minispiele sind zumindest ähnlich amüsant wie im echten Leben.
"Surgeon Simulator VR": Der Patient wird sterben
Auf YouTube schon lange ein Hit ist dieser Arzt-Simulator. Auch in der VR-Variante von "Surgeon Simulator" versucht man, einem Patienten das Leben zu retten - mit Maschinen, die es aber eher gefährden, vor allem weil die Steuerung extra klobig daherkommt. Das Spiel, das es auch für die Vive gibt, gibt alles dafür, den Spieler in Situationen zu bringen, in denen man sich denkt "Hoppla, wie ist denn dieses Instrument in den offenen Körper gefallen?".
Eine gewisse Zeit lang macht das Spaß, in VR sogar noch ein wenig mehr als etwa auf einem gewöhnlichen PC oder auf der Konsole. Am Ende ist das Spiel aber auch eins, das kaum ernsthaft zu bezwingen ist - vielleicht reicht es also, es sich nur als Video anzuschauen.
"The Climb": Mit den Händen am Felsen hoch
"Wieso steuere ich mit dem Kopf, wo meine Hände hingreifen sollen?" - das fragten sich viele Spieler der Klettersimulation "The Climb", die man bislang per Xbox-One-Gamepad steuerte. Ab Dienstag soll das Spiel nun auch per Touch-Controller steuern können - was zu einem deutlich intuitiveren Spielerlebnis führen soll.
"First Contact": Schmetterlinge auf den Fingern
Neben einem eher unspektakulären Touch-Tutorial bietet Oculus auch eine App namens "First Contact", die hilft, die Steuerungsmöglichkeiten besser kennenzulernen. Hier trifft man auf einen fliegenden Roboter, der dem Spieler in einem Wohnwagen Speichermodule zusteckt, mit denen sich kleine Erlebnisse starten lassen. Am Anfang will der Roboter auch nur, dass man ihm winkt.
"Touch Experience" ist kein richtiges Spiel, sondern eher ein kurzes Erlebnis, das aber zwei, drei nette Momente hat: etwa, wenn Schmetterlinge auf den virtuellen Fingern des Spielers landen, die er dann abschütteln kann.