Oderflut 1997 - DER SPIEGEL
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Oderflut 1997 "In der Küche schwamm der Kühlschrank"

Durch ein Fernglas mussten sie zusehen, wie ihr Haus unterging: Bei der Oderflut 1997 verloren Ralf Schreck und seine Familie beinahe alles. Nun droht erneut das Hochwasser. Die Schrecks haben einen Notfallplan - doch sie fürchten, nach einer zweiten Katastrophe bliebe nur noch ein Geisterdorf.
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"Eine völlig unwirkliche Situation": Ein Zugboot schleppte Ralf Schreck und seine Nachbarn in zwei Schlauchbooten in die Thälmann-Siedlung. Von da aus paddelten sie zu ihren Häusern.

Foto: Ralf Schreck
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Thälmann-Siedlung: Bis an die Unterkante des Ortschildes reicht das Hochwasser am 28. Juli 1997.

Foto: AP
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Beim Wiederaufbau: Ralf Schreck 1997 bei der Instandsetzung des Hauses seiner Eltern in der Thälmann-Siedlung in Ziltendorf nach der Oderflut. Damals war er 25 Jahre alt.

Foto: Ralf Schreck
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Busse im Hochwasser: Auf dem Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebes, in der Ziltendorfer Senke südlich von Frankfurt (Oder), sind am 26. Juli 1997 Busse bis zum Dach im Hochwasser versunken. Das Gebiet wurde nach einem Deichbruch binnen kurzer Zeit meterhoch überflutet.

Foto: dpa
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Im Wohnzimmer: Einige Tage nach der Katastrophe durfte Ralf Schreck das erste Mal nach Hause "um zu retten, was zu retten ist". Mit dem Boot wurde er vom THW zum Haus gefahren, über ein Fenster im Dachgeschoss stieg er ein. Im Wohnzimmer stand er bis zur Brust im Wasser.

Foto: Ralf Schreck
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Mitten im Ort: Das Wasser der Oderfluten schwappt am 3. August 1997 gegen ein Haus in der Ernst-Thälmann-Siedlung.

Foto: AP
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"Hier liegt die Thälmann-Siedlung begraben": Ralf Schreck machte dieses Foto, als sie mit einem Boot zu ihrem Haus gebracht wurden. In der Mitte sieht man das Straßenschild. "Parkstraße" steht darauf - die Straße, in der das Haus von Familie Schreck steht.

Foto: Ralf Schreck
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Per Boot zum Haus: Die Bewohner der Thälmann-Siedlung in Ziltendorf können nur noch durch Helfer mit Booten an ihre Häuser gebracht werden. Das Foto wurde am 27. Juli 1997 aufgenommen.

Foto: AP
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Evakuierung: Ein Helfer aus Ratzdorf bringt am 26. Juli 1997 im Schlauchboot ein Kaninchen in Sicherheit. Die Flut hatte am 17. Juli bei Ratzdorf, am Zusammenfluss von Oder und Lausitzer Neiße, Brandenburg erreicht.

Foto: AP
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Land unter: Das Oderhochwasser von 1997 kostete mehr als hundert Menschen das Leben und richtete schwere Schäden in Tschechien, Polen und Deutschland an. Die Luftaufnahme vom 21. Juli 1997 zeigt Ratzdorf in Brandenburg.

Foto: AP
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Stippvisite im Hochwassergebiet: Bundeskanzler Helmut Kohl besucht am 22. Juli 1997 während des Oderhochwassers das Katastrophengebiet bei Frankfurt (Oder). Fünf Tage später erreichte der Pegel hier mit 6,56 Metern Rekordhöhe.

Foto: AP
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Fortbewegung: In seinem durch die Fluten zerstörten Wohnzimmer hat ein Bewohner ein Schlauchboot aufgepumpt, um damit ins Zentrum von Eisenhüttenstadt zu fahren (Foto vom 20. Juli 1997).

Foto: dpa
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Allee bei Aurith: Die Bilder zeigen eine Allee bei Aurith am 26. Juli 1997 (oben) und ein Jahr nach der Flut am 20. Juli 1998. Das Dorf Aurith liegt zehn Kilometer nördlich von Eisenhüttenstadt in der Ziltendorfer Niederung direkt an der Oder und der Grenze zu Polen. Während des Oderhochwassers war am 23. Juli der Deich bei Brieskow-Finkenheerd und einen Tag später der Deich einige Kilometer weiter südlich bei Aurith gebrochen. Die Wassermassen ergossen sich ungehindert in die Ziltendorfer Niederung und überfluteten die Ortschaften Aurith und Ziltendorf.

Foto: REUTERS
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Nach dem Wasser: Nachdem das Hochwasser zurückgegangen war, kehrte diese Bewohnerin in ihr Haus in der Ernst-Thälmann-Siedlung zurück. Verzweifelt betrachtet sie am 11. August 1997 ihre ruinierten Möbel und Einrichtungsgegenstände, die seit der Flut reif für den Sperrmüll sind.

Foto: REUTERS
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Fischen nach Habseligkeiten: Ein Mann und sein Sohn suchen am 9. August 1997 in ihrer Garage in Ziltendorf nach Dingen, die nach der Flut noch zu gebrauchen sind.

Foto: AP
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Waten und hoffen: Eine Bewohnerin zwischen ihrem zerstörten Hausrat. Noch im August 1997 stand das Wasser in den Zimmern ihres Hauses in der Ernst-Thälmann-Siedlung in Ziltendorf. Anfang August begann der Pegelstand der Oder wieder zu sinken. Ab dem 9. August kehrten die Menschen tagsüber in ihre Wohnungen zurück, um mit den Aufräumarbeiten zu beginnen.

Foto: AP
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Gerettet: Wie auf einer Insel steht dieser rote Traktor am 28. Juli 1997 inmitten der Ernst-Thälmann-Siedlung. Die Besitzer haben das Fahrzeug vor der herannahenden Flut auf einen kleinen Hügel in Sicherheit gebracht.

Foto: AP
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Überflutet: Die Garage der Familie Schreck einige Tage nach dem Deichbruch.

Foto: Ralf Schreck
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"Bedanken für die Hilfe und Unterstützung": Viele Verwandte und Arbeitskollegen halfen Familie Schreck beim Renovieren des Hauses. "Sonst hätten wir es wohl nicht hingekriegt", erinnert sich Ralf Schreck heute. Nachdem das Haus wieder in Stand gesetzt ist, bedanken sich die Schrecks mit einem Fest bei ihren Helfern.

Foto: Ralf Schreck
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?