Ölpest Geschundener Golf
Fischer inmitten von Öllachen (vor East Grand Terre Island, 31. Juli 2010): Louisiana hat inzwischen einen Teil seiner Fischgründe wieder freigegeben. Der kommerzielle Fang von Fischen und Garnelen in den Gewässern östlich der Mündung des Mississippi ist wieder möglich. Doch wie stark haben Öl und die eingesetzten Chemikalien den marinen Ökosystemen wirklich zugesetzt?
Eingesammeltes Öl (in der Barataria Bay, 31. Juli 2010): Der designierte BP-Chef Bob Dudley sicherte bei einem Besuch in dem von der Ölpest betroffenen Bundesstaat Mississippi zu, dass sich sein Unternehmen langfristig an der Bewältigung der Umweltkatastrophe beteiligen werde. "Wir werden für Jahre hier bleiben", sagte er.
Pelikane über verschmutztem Wasser (am 31. Juli 2010): In den vergangenen Wochen sind Hunderttausende Liter giftiger Chemikalien zur Bekämpfung der Ölpest eingesetzt worden. Die US-Küstenwache habe das zugelassen, obwohl ein Verbot der Umweltschutzbehörde Epa vom 26. Mai nur wenige Ausnahmen vorgesehen hatte.
Schwierige Arbeit (in der Barataria Bay, 31. Juli 2010): Das Entfernen von Schutzbarrieren im Meer und der Einsatz von weniger Reinigungsteams an den Stränden seien "absolut kein Rückzug", versicherte der designierte BP-Chef Bob Dudley.
Bohrinseln und Schiffe im Golf von Mexiko (am 27. Juli 2010): Anfang August soll das leckende Bohrloch endgültig verschlossen werden. Einstweilen ist der Ölfluss mit einer Kappe gestoppt - als Übergangslösung.
Öl-Säuberungsschiff im verschmutzten Wasser (am 26. Juli 2010): Seit der Explosion "Deepwater Horizon" am 22. April strömten wochenlang jeden Tag Hunderttausende Liter Öl ins Meer. Das Unglück gilt als die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA.
Freiwillige mit geretteten Vögeln (in Buras, US-Bundesstaat Louisiana, 23. Juli 2010): Auch wenn das Leck endgültig geschlossen ist, müsse man noch Wochen damit rechnen, dass Öl an die Küsten geschwemmt wird, sagte US-Chef-Krisenmanager Thad Allen.
Protest gegen BP (in Bochum, 27. Juli 2010): Wegen der Ölkatastrophe hat BP den ersten Quartalsverlust seit 1992 verzeichnet. Bisher hat die Firma mehr als 32 Milliarden Euro für die Beseitigung der Umweltfolgen ausgegeben.
Tankstellen-Protest (in London, 27. Juli 2010): "Wir werden in Zukunft ein anderes Unternehmen sein", hat BP-Aufsichtsratschef Carl-Henric Svanberg versprochen.
Aktivist mit Anti-BP-Poster (am 27. Juli 2010): Um an das Geld für die Aufräumarbeiten zu kommen, will BP in den kommenden 18 Monaten Unternehmensteile im Wert von bis zu 30 Milliarden US-Dollar verkaufen, vor allem Öl- und Gasfelder.
BP-Chef Hayward (in London, 27. Juli 2010): Der wegen seines Krisenmanagements heftig kritisierte Manager macht im Oktober dem US-Manager Bob Dudley an der Konzernspitze Platz, dem ersten Nicht-Briten in dieser Position.
Anhörung im Energie- und Handelskommitee des Repräsentantenhauses (am 27. Juli 2010): Die Branchen Tourismus und Fischerei leiden schwer unter der Umweltkatastrophe, Naturschützer befürchten langfristige Folgen für Pflanzen und Tiere in der artenreichen Region.
Anti-BP Protest (in Mailand, 27. Juli 2010): Der Untergang der "Deepwater Horizon" hat sich zum PR-Desaster für den Konzern entwickelt.
Unterwasserroboter (auf dem Spezialschiff "Ocean Intervention III", 22. Juli 2010): Trotz Hightech bleibt BP noch viel zu tun bis zum endgültigen Stopp des Ölflusses.
Öl- und Gasfontäne (in der Barataria-Bucht vor der Küste des US-Bundesstaats Louisiana, 27 Juli 2010): Im Zuge der Aufräumarbeiten kam es zu einem weiteren Unfall. Ein Schlepper rammte eine unbenutzte Bohrplattform.