Öltanker-Katastrophe - DER SPIEGEL
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Öltanker-Katastrophe "Bis zu den Schienbeinen im giftigen Schlamm"

Im Golf von Mexiko droht eine gigantische Umweltkatastrophe. Hunderttausende Liter Öl treiben auf die Strände zu. Was das für Mensch und Tier in den Küstenregionen bedeutet, weiß Rupert Kolb genau: Er half nach dem Untergang des Tankers "Prestige" 2002 als Freiwilliger, Spaniens Strände wieder zu säubern.
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Ölverseuchter Strand: Am 23. Dezember 2002 befreien Freiwillige den Strandabschnitt im Dorf Lira in Galicien vom angeschwemmten Öl, das nach der Havarie des Tankers "Prestige" an die Küste gespült wurde. Das "Prestige"-Schiffsunglück gehört zu den schlimmsten Umweltkatastrophen weltweit.

Foto: STF/ AFP
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Apokalyptisches Bild: Ein Freiwilliger begutachtet am 27. November 2002 in Camelle an der Costa da Morte in Galicien das Ausmaß der Schäden, die das Schiffsunglück der "Prestige" verursacht hat. 136 Strandabschnitte an Spaniens Nordküste waren mit dem Öl, das aus dem Tanker ausgelaufen war, verschmutzt.

Foto: AFP
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Havarie der "Prestige": Am 13. November 2002 war der Tanker "Prestige" mit mehr als 70.000 Tonnen Schweröl beladen auf dem Weg von Lettland nach Singapur, als er in einem Sturm vor der spanischen Küste havarierte. Am 19. November brach der Rumpf (Foto) in der Mitte durch, das Schiff sank.

Foto: AFP
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Reinigungstrupp: Mehrere Monate lang half Rupert Kolb (rechts) mit Hunderten anderen Freiwilligen, die verschmutzten Küstenabschnitte Spaniens zu säubern. Auf dem Foto ist Kolb in einer Arbeitspause mit seinen Helfer-Freunden Carlos (von links), Paula und Torsten zu sehen.

Foto: Rupert Kolb
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Kolbs Küste: Ein Foto des schwer erreichbaren Strandabschnitts, den Rupert Kolb und seine Freunde ein halbes Jahr lang, Wochenende für Wochenende gesäubert haben.

Foto: Rupert Kolb
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Schwerstarbeit: Teilweise schaufelten die Freiwilligen mit ihren Händen das Schweröl in die Eimer. Das Foto dieses Helfers wurde am 5. Dezember 2002 im spanischen Küstenort Muxía aufgenommen.

Foto: dpa
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Das schwarze Gift: Freiwillige reinigen einen Strandabschnitt in Muxía. Der Ort war von dem Tankerunglück am schwersten betroffen.

Foto: AFP
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Verschnaufpause: Ein erschöpfter Helfer ruht sich am Strand in Muxía aus, Foto vom 24. November 2002.

Foto: AP
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Verschmutzter Vogel: Freiwillige sammelten die ölverschmierten Vögel an den Stränden ein und säuberten sie später in einer speziellen Station. Diesen Vogel fanden die Helfer, völlig geschwächt und lethargisch, am 3. Dezember 2002 am Larino-Strand.

Foto: AP
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Eimer für Eimer: Mit Wannen, Eimern und Schaufeln kämpfen die Freiwilligen gegen das angespülte Schweröl. Die Schutzanzüge waren am Ende eines Arbeitstages oftmals derart verschmutzt, dass sie weggeschmissen werden mussten. Foto vom 16. Dezember 2002, aufgenommen in Lira.

Foto: AP
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Promenade von Muxía: Das Fischerdorf Muxía, direkt am Meer gelegen, war von der Öltankerkatastrophe "Prestige" am schwersten betroffen. Der Ort wurde von dem ausgelaufenen Öl regelrecht überschwemmt. Das Öl sei "bis an die Häuser geklatscht, es hing sogar an den Straßenlaternen", erzählt der Katstrophenhelfer Rupert Kolb. Das Foto vom 24. November 2002 zeigt die Promenade in Muxía.

Foto: AP
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Untergang der "Prestige": Auf offener See bricht am 19. November 2002 der auf den Bahamas registrierte Öltanker "Prestige" im Atlantik, etwa 150 Meilen vor der spanischen Küste, auseinander.

Foto: AP
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Öl statt Fische: Ein spanischer Fischer schaufelt am 3. Dezember 2002 bei Aguino in Galicien Öl aus dem Wasser. Nicht alle Einheimischen packten derart tatkräftig mit an. Einige entfernten die Ölbarrieren vor der Küste angeblich sogar, damit das Öl den Strand in ihrem Dorf erreicht und sie die Subventionen der Regierung einstreichen können.

Foto: AP
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Sisyphosarbeit: Auf allen Vieren robbt diese Freiwillige über die ölverschmutzten Felsen. Das Reinigen der Küstenabschnitte glich einer "Sisyphosarbeit", so Rupert Kolb. Teilweise habe sich "die schwarze Masse sogar unter den Sand gegraben".

Foto: AFP
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Unerträglicher Gestank: Zwei Freiwillige leeren am 27. November 2002 am Strand von Camelle eine Wanne voll mit Schweröl in einen Container aus. Bei den Reinigungsarbeiten sei vor allem der Gestank "unerträglich" gewesen. Es habe wie eine "Mischung aus faulen Eiern und Benzin" gerochen, erinnert sich Rupert Kolb.

Foto: AFP
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Tankerwrack: Dieses Standbild einer Videoaufnahme vom 10. Dezember 2002, aufgenommen von dem französischen U-Boot "Nautile", zeigt, dass auch knapp einen Monat nach der "Prestige"-Havarie weiterhin Öl aus dem Wrack ausläuft.

Foto: dpa
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Spatenstich im Öl: Ein Helfer reinigt mit einem Spaten einen Strand am Kap Touriñán. Als die ersten Freiwilligen in dem verseuchten Gebiet eintrafen, gab es nicht für alle angemessenes Werkzeug und Schutzkleidung. Mit einem Mundschutz versucht sich dieser Arbeiter, vor den giftigen Gasen zu schützen.

Foto: REUTERS
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