Architektur Neues Leben im Öltanker
Zweitverwendung: Ein niederländisches Team aus Architekten und Designern will ausgediente Öltanker zu Einkaufszentren, Kulturforen oder Wohnhäusern umbauen, anstatt sie aufwendig und unter fragwürdigen Umweltbedingungen abzuwracken.
Umgewidmeter Öltanker am endgültigen Liegeplatz: Über eine Straße wäre der Riesentanker mit dem Festland verbunden und zu Fuß oder mit dem Auto zu erreichen.
"Black Gold Project" haben die Kreativen ihr Konzept genannt. Als Standort kämen aus ihrer Sicht die Strände der Ölstaaten in Frage, mit deren Geschichte sie eng verbunden sind.
Die Ozeanriesen könnten dabei als eine Art Kontrapunkt zu den futuristischen Glaspalästen der Metropolen dienen, die in den Golfstaaten in atemberaubendem Tempo wachsen.
Platz würden die Tanker genug bieten. Und da die modernen Schiffe doppelwandig ausgelegt sind, wäre sogar das Problem der Klimatisierung einfach zu lösen.
Nach Einschätzung der Designer ließe sich sogar ein ganzes Dorf in so einem Tanker unterbringen - mit Marktplätzen und Begegnungsstätten.
Wenn sie als Lebensraum für die Menschen dienten, würden die Stahlungetüme auch ihre bedrohliche Ausstrahlung verlieren. Übrig bliebe die Faszination die von der ungeheuren Größe ausgeht.
Ein Querschnitt zeigt, wie sich die Architekten die Gestaltung im Innern vorstellen. Die Parkdecks wären im Kiel untergebracht, riesige Öffnungen an den Seiten schafften Luft für Wandelhallen.
Durch die Straßenanbindung entstünde eine Art Bodden, der Möglichkeiten für alle Arten von Wassersport bereit hielte.