Österreich Kurz' Karriere
Gestatten, Österreichs neuer Außenminister: Sebastian Kurz ist erst 27, hat seinen Jura-Abschluss noch nicht gemacht, ist demnächst aber höchster Diplomat des Landes.
Aufgebaut hat ihn der amtierende Außenminister Michael Spindelegger (Mitte). Er machte Kurz im Frühjahr 2011 zum Integrations-Staatssekretär.
Kurz' Karriere: Im April 2011 (hier mit Präsident Heinz Fischer) wurde der junge Mann mit den nach hinten gegelten Haaren zum Integrations-Staatssekretär. Erst ging ein Aufschrei durch die Republik. Ein "PR-Gag", schrieb die "Kronen-Zeitung". Der seriöse "Standard" nannte Kurz' Ernennung gar eine "Verarschung".
Kurz, hier im Mai 2013 mit der deutschen Staatsministerin für Integration Maria Böhmer, machte aber einen guten Job. Er ernannte "Integrationsbotschafter" (prominente Migranten, die den Gewinn für Österreich durch Zuwanderer in den Vordergrund rückten) und trieb die Reform des Staatsbürgerschaftsrechts voran.
Kurz (im November mit Staatssekretär Loptaka) gibt sich nun seriös. Früher kurvte er allerdings mit einem Geil-o-Mobil durch den Wahlkampf.
Zum Aufstieg ins Außenministerium sagt Kurz (2009 mit Vizekanzler Pröll): "Ich werde sicher nicht mein Leben lang in der Politik sein. Später werde ich ganz andere Dinge machen."