Bier-Anstich Es darf gesoffen werden
Hurra, die erste Maß ist da! Traditionell darf beim Münchner Oktoberfest das Bier erst ausgeschenkt werden, nachdem der Oberbürgermeister das erste Faß angestochen hat.
Diese verantwortungsvolle Aufgabe fiel zum zweiten Mal dem SPD-Politiker Dieter Reiter zu. Bei seiner Premiere 2014 hatte er die durstigen Massen vier Schläge lang warten lassen.
Doch diesmal lief es besser: Nach zwei wuchtigen Schlägen mit dem Holzhammer floss das Bier im Schottenhamel-Festzelt: "O'zapft is!", konnte Reiter erleichtert verkünden.
Die Eröffnungszeremonie ist im Vorfeld stets Gegenstand eifriger Debatten, natürlich wird auch auf die Zahl der Schläge gewettet. "Ein unglaublich entspannter, souveräner Auftritt von Dieter Reiter", lobte Amtsvorgänger Christian Ude den OB im "Münchner Merkur".
Nun wird in den Zelten wieder getanzt und getrunken beim 182. Oktoberfest. Bis zum 4. Oktober werden rund sechs Millionen Gäste aus aller Welt erwartet.
Natürlich werden auch Schmankerl serviert wie Weißwürste oder Brezen.
Freie Plätze sind rar in den Zelten, in denen die Maß Bier in diesem Jahr zwischen zehn und 10,40 Euro kostet. Im Vorjahr hatte der Preis in den meisten Zelten noch knapp unter zehn Euro gelegen.
Schon in der Nacht vor dem Eröffnungstag stellten sich die ersten Wiesn-Fans an, um einen der begehrten Plätze in den Festzelten zu ergattern.
"Auf eine friedliche Wiesn" stieß Oberbürgermeister Reiter mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer an, der traditionell die erste Maß Bier überreicht bekam.
Die Polizei hat wesentlich mehr Kräfte als im Vorjahr im Einsatz, auch um die Ströme der Festbesucher und der ankommenden Flüchtlinge am Münchner Hauptbahnhof zu trennen. Doch die Lage dort hat sich in den Tagen vor der Eröffnung etwas entspannt.
Selfie auf der Wiesn: Zur Oktoberfest-Eröffnung warfen sich viele Besucher in die landestypische Tracht.