Oldenburg Eine Mauer gegen Nazis
Eine Antifa-Gruppe in Oldenburg hat in der Nacht zum Montag die Tür des Hauses zugemauert, in dem das NPD-Stadtratsmitglied Ulrich Eigenfeld wohnt. Damit sollte symbolisch Eigenfelds Teilnahme an einer Ratssitzung verhindert werden. Die Steine wurden am frühen Montagmorgen wieder abgetragen - ein anderer eingesperrter Hausbewohner hatte die Polizei alarmiert.
Eigenfeld (Zweiter von rechts), Jahrgang 1947, ist seit 1969 in der NPD. Im September wurde er in den Stadtrat Oldenburgs gewählt. Hier ist er im Jahr 2006 mit den NPD-Kollegen (von links) Holger Apfel, Udo Voigt und Peter Marx zu sehen.
Eigenfeld (rechts außen), hier bei einem Gerichtstermin im Jahr 2008, ist das erste NPD-Mitglied im Oldenburger Stadtrat seit den sechziger Jahren. Bei der ersten Ratssitzung nach der Wahl im November demonstrierten 200 Personen gegen den NPD-Mann.