Oldtimer Ford Transit: Blechdose auf Rädern - DER SPIEGEL
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Oldtimer Ford Transit Blechdose auf Rädern

Wenig Geld, aber trotzdem Lust auf einen Oldtimer? Kein Problem - es gibt sie nämlich, die Schnäppchenschlitten. Diesmal: der Ford Transit.
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1965 beginnt Ford die Produktion seines neuen Euro-Transporter namens Transit. Dem erfolgreichen VW Transporter T1 sollte etwas entgegengesetzt werden.

Foto: Ford
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Der vielseitige Transporter ist Plattform für alle möglichen Sonderfahrzeuge – auch für gemütliche Camper.

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Beim VW Bus schränkt der Heckmotor den Laderaum ein. Den Transit kann man dagegen auch bequem von hinten befrachten.

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Ein Zweiliterbus für Nigeria: In den Siebzigerjahren feiert Ford in England den millionstenn Ford Transit - kaum vorstellbar angesichts des heute extrem geringen Bestands an erhaltenen "Transen" (wie der Transit genannt wurde).

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1978 kommt das Nachfolgemodell Mk2 auf den Markt. Wegen der neu gestalteten Front sieht es moderner aus, im Prinzip handelt es sich aber nur um ein umfangreiches Facelift - die Technik blieb weitestgehend gleich, lediglich neue Motoren fanden unter der längeren Schnauze nun auch Platz.

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Die Außenspiegel sitzen beim Mk2 auch dort, wo sie hingehören. Beim Mk1 waren sie noch auf den Kotflügeln montiert.

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In den Achtzigerjahren steigt offenbar der Anspruch der Kunden - und Komfort. Das fein hergerichtete Clubmobil kommt mit Alufelgen, wohnlicher Ausstattung und heruntergezogenen Seitenscheiben nach US-Van-Manier auf den Markt.

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Alkoven-Wohnmobile bieten noch mehr Platz – wie dieser Hymer auf Ford-Transit-Basis.

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1981 gibt es den Transit erstmals auch mit Allradantrieb – eine Premiere für europäische Transporter. Den nachträglichen 4x4-Umbau bietet ein Ford-Händler aus Baden-Württemberg an.

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Wenig Elektrik, keine Elektronik: Im Motorraum eines Ford Transit Mk2 gibt es nicht viel Nebenaggregate, die kaputt gehen können.

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Ab 1978 bot Ford-Transit-Fahrern auch einen 3-Liter-Sechszylinder an. Das Power-Aggregat leistete 100 PS, wurde aber eher selten geordert.

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1986 kommt der Mk3 auf den Markt. Er ist der erste Transporter aus dem Windkanal. Der Luftwiderstandsbeiwert von 0,37 cw ist für ein Nutzfahrzeug hervorragend.

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Mit dem Mk3 tritt Ford erstmals mit einer eigenen, "Nugget" genannten, Wohnmobil-Linie in direkten Wettstreit mit Volkswagens "California"-Modellen - kann den Erfolg der Wolfsburger aber nie erreichen. Obwohl die "Nugget"-Modelle etliche innovative Camping-Kniffe zu bieten haben.

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"Transe" nennen manche Ford-Fans ihren Kult-Transporter, es ist liebevoll gemeint. In jedem Fall ist der Transit eine geräumige und vor allem preiswerte Alternative zum gehypten VW Bus.

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