Lada 2101 Russen-Fiat zum Schnäppchenpreis
Schickimicksky: Sieht aus wie eine Fiat-124-Limousine aus den Sechzigerjahren, ist aber ein Lada aus russischer Fertigung. Wie kommt's? Die UdSSR schloss mit Fiat einen Lizenzdeal und baute Millionen Fiat-Kopien. Der Lada ist wegen der hohen Verbreitung und dem geringen Ansehen der Marke in westlichen Ländern heute der günstigste klassische Oldtimer.
Alter Styler: Chromspeichenlenkrad, Bandtacho - der Lada verzaubert mit vielen kleinen Details. Zum Beispiel mit der Spritzwasserpumpe für die Waschanlage: Das ist ein Gummiknopf im Armaturenbrett, mit dem man das Wasser aus einem Beutel im Motorraum auf die Windschutzscheibe pumpt. Spätere Modelle erhielten eine Fußpumpe - nicht halb so charmant.
Schau mir in die Augen, kleiner: Die beiden großen Rundscheinwerfer sind das Erkennungsmerkmal des 2101. Der "große" Bruder, der 2103, hatte zwei kleine nebeneinander liegende Rundscheinwerfer. Er war zwar luxuriöser ausgestattet, aber nicht halb so schick schlicht wie der 2101.
Anfällige Oberfläche: So gut im Lack wie dieses Exemplar sind längst nicht alle alten Lada 2101. Während die Technik simpel, aber robust gestaltet wurde, ist die Achillesferse dieses Fahrzeugs das Blechkleid. Der damals verwendete Stahl war oft von minderer Qualität, viele 2101 wurden entsprechend von der braunen Pest dahingerafft.
Weit verbreitet: In den ehemaligen Ostblockstaaten gehört der 2101 noch immer zum Straßenbild - meist aber nicht als gepflegter Oldtimer, sondern als abgehalftertes Alltagsauto.
Hätten Sie's erkannt? Wer seinen alten Lada hierzulande an der Straße parkt, trifft bei der Rückkehr zum Auto oft auf Menschen, die vor dem Logo in der Mitte des Kühlergrills stehen und rätseln.
Weit gereist: Mitte der Siebzigerjahre begann die UdSSR mit dem Export des Lada nach Kuba. Noch immer sind die Fahrzeuge dort Teil des Autoalltags und die Lada-Motoren sowieso. Unter der großen Haube vieler antiker US-Schlitten steckt nämlich längst ein Triebwerk aus Togliatti.
Luxus oder so ähnlich: Die von einem Chromrahmen eingefassten, größeren Rückleuchten kennzeichnen das Top-Modell der 1976 lancierten Baureihe 2106, den Lada 1600.
Nichts ist unmöglich - Lada! Dieses dezent verlängerte Exemplar eines 2101 fährt durch Budapest.
Viel Platz: Der Innenraum der Lada-Stretch-Limousine aus Budapest. Der Sitzbezug ist im Muster des Originals gehalten. In diesem Punkt gibt es im Übrigen eine Sache zu beachten: Bei Inseraten wird die Innenausstattung von Ladas oft als "Leder" deklariert, das ist aber nicht zutreffend. Es handelt sich dabei um - äußert robustes - Kunstleder.
Platz da: Es gab den 2101 auch als Kombi. Diese Modelle sind heute zwar seltener, aber immer noch vorhanden.