Opel Senator A Limousine zu Schleuderpreisen
Als Opel noch in der Oberklasse mitmischte: 1977 präsentierten die Rüsselsheimer den Senator auf der IAA. Ab Frühjahr 1978 konnte man das Opel-Flaggschiff beim Händler ordern.
Große Ambitionen: Der Senator konkurrierte in der Käufergunst mit Oberklassewagen wie Mercedes 280 und BMW 528.
Die zeitgenössische Motorpresse war vom Senator entzückt: Vor allem beim Fahrwerk war der Senator in seiner Klasse eines der bestabgestimmten Fahrzeuge. Das Top-Modell 3.0 E mit 180 PS schaffte weit über 200 km/h - um 1980 war das beinahe irrsinnig schnell.
Unterm Blech ein Kleiner: Die Karosserie des Senator wirkte zwar eigenständig, teilte sich aber viele Teile mit dem kleineren Rekord. Die gleiche Plattform vom Mutterkonzern General Motors war wichtig, um relativ preisgünstig produzieren zu können.
Gemütlich, oder? Für Holzimitat-Zierleisten und Features wie Drehzahlmesser oder ein innen verstellbarer rechter Außenspiegel mussten Käufer allerdings Aufpreis zahlen und die teurere Ausstattungslinie "C" wählen.
Top-Variante war der Senator "CD": Innen erkennbar an den zusätzlichen Kopfstützen auf der Rücksitzbank. Außen schmückte sich das Spitzenmodell mit schwarz eingefassten Fensterrahmen, Alufelgen und dem "CD"-Emblem an den beiden vorderen Kotflügeln.
Gemütlich: Das Feinvelours-Polster gab es in Blau, Rot oder auch in Grün. Ende der Siebzigerjahre entsprach das wohl dem Zeitgeschmack. Heute sind insbesondere CD-Innenausstattungen vom Senator gesucht. Gepflegte gebrauchte Sitzgarnituren kosten bis zu 500 Euro.
Frischzellenkur: 1983 bekam der Senator A ein umfassendes Facelifting verordnet. Chrom musste allerhand Plastik weichen, etwa an den Stoßstangen. Dafür erhielt der Senator A2 eine sportlich tiefe Frontschürze mit integrierten Nebelscheinwerfern. Die Blinker sind beim A2 weiß statt gelb.
Mehr Auswahl: Auch die Motorenpalette wurde beim A2 erweitert. Als Einstiegsmotorisierung gab es nun auch einen 2-Liter-Vierzylinder. Das war keine gute Idee von Opel: An Sechszylinder gewöhnte Mercedes-Fahrer machten nun erst recht einen Bogen um den Senator. Auch der Comprex-Diesel blieb ein Exot.
Die günstige Alternative zum Benz: Mit dem Dreiliter-Sechszylinder ist der Senator auch heute noch ein bequemer und zuverlässiger Reisewagen - auf Wunsch auch auf der Überholspur.