Olympia 1936 Der vergessene Vater des Fackellaufs
Nazis in Olympia: 1936 wurde in Griechenland zum ersten Mal die Olympische Flamme entfacht und per Fackellauf zum Austragungsort der Spiele in Berlin getragen.
Fackelläufer: Da Sport für gestählte Körpersorgte , stand er bei den Nationalsozialisten hoch im Kurs. Das kam auch in dem Olympia-Film der Regisseurin Leni Riefenstahl zum Ausdruck.
Olympisches Feuer in Berlin: Die Olympischen Spiele 1936 in Berlin begannen erstmals mit einem Fackellauf. Die Fackel wurde am 20. Juli in Olympia entzündet und dann von 3331 Läufern aus sieben Nationen nach Berlin gebracht, wo mit ihr das Olympische Feuer entzündet wurde. Hier haben die Läufer gerade die Belle-Alliance-Straße (heute Mehringdamm in Tempelhof/Kreuzberg) erreicht.
Ideengeber des Fackellaufs: Der jüdische Archäologe Alfred Schiff (1863-1939) war langjähriger Freund und Vertrauter von Carl Diem. Er war auch Ideengeber für die Durchführung des Olympischen Fackellaufs.
Vater der Fackel: Hitlers Sportfunktionär Carl Diem (*24.06.1882-17.12.1962?) wird die Idee des Olympischen Fackellaufs zugeschrieben. Tatsächlich ist er jedoch hauptsächlich für die Umsetzung verantwortlich, sein Ideengeber war sein langjähriger Freund, der jüdische Archäologe Alfred Schiff.
Proteste gegen den Fackellauf: Heute werden die Olympischen Fackelläufe immer häufiger als Bühne für politische Demonstrationen genutzt, wie von diesen Pro-Tibet-Demonstranten, die der Fackel auf ihrem Weg nach Peking am 6. April 2008 in London mit einem Feuerlöscher zu Leibe rückten.