Olympia 2018 Kommt der Bus?
Selfies mit Tiger Soohorang und Bär Bandabi: So fröhlich die Maskottchen aussehen - die Stimmung in Südkorea ist selten besonders ausgelassen, die meisten Wettbewerbe sind spärlich besucht.
Ohne sie geht nichts: die Volunteers bei den Olympischen Winterspielen. Ein Traumjob scheint es jedoch nicht zu sein. Die Freiwilligen bekommen keinen Lohn und leben teilweise zu zehnt in Apartments, die für vier Leute ausgelegt sind. Es soll nicht überall heiße Duschen geben. Von 14.000 Volunteers haben bereits 150 vorzeitig ihren Dienst quittiert.
Safety first: Die Securitychecks sind bei den Winterspielen obligatorische Hindernisse, die es auf dem Weg zu den Sportstätten zu überwinden gilt.
Ohne Bus geht bei den Spielen nichts. Das Transportsystem hat in den ersten Olympiatagen etwas gehakt, seitdem läuft es. Zuschauer und Journalisten sind dafür extrem dankbar, wenn etwa die Wettkämpfe erst nach Mitternacht beendet sind.
Journalisten und Sportler sind in Hochhausburgen untergebracht, die das Media Village und das Olympic Village bilden. Einige Sportler haben die Flaggen ihrer Länder aus den Fenstern gehängt.
Das Deutsche Haus liegt in den Bergen im Birch Hill Golf Club. Es gibt deutsches Graubrot, Weißbier, Journalisten machen Selfies mit den Goldgewinnern, der Ruf der Abende im Deutschen Haus hat auch andere erreicht.
Das Zuschauerinteresse vor Ort ist mäßig. Die spektakulären Super-G-Rennen im Skigebiet sahen ein paar Hundert Gäste. Es sei denn...
...Nordkorea schickt seinen Cheerleader-Block.
Traurig - so könnte man auch den eigentlichen Olympiapark in Gangneung an der Küste nennen. Das Gebiet verströmt den Charme eines Gewerbegebiets, die Sponsoren haben sich ihre fetten Repräsentanzen dort hingestellt, von Coca Cola bis zu der chinesischen Ali-Baba-Gruppe.
Auf der Medal Plaza, auf der die eigentliche Siegerehrung stattfindet, herrscht atmosphärischer Totentanz.