Olympia-Rückblick Licht und Schatten in Sotschi
IOC-Präsident Thomas Bach (hier mit Russlands Präsident Wladimir Putin, r.) hat ein positives Fazit der Olympischen Winterspiele gezogen.
Es seien "ausgezeichnete Spiele" gewesen, die in mehreren Bereichen Rekorde aufgestellt hätten, sagte der deutsche Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am letzten Wettkampftag.
Doch es dauerte, bis diese Ansicht auch bei der breiten Masse eine Chance bekam. Lange beherrschten vor allem solche Bilder wie die der Doppeltoiletten die öffentliche Wahrnehmung von Sotschi.
Winterspiele unter Palmen: Bei vielen Menschen sorgte das Prestigeobjekt von Russlands Präsident Wladimir Putin für Kopfschütteln.
Tatsächlich kämpften Sotschi und die Bergregion Krasnaja Poljana zwischendurch mit warmen Temperaturen, Regen und Nebel.
Zu Beginn der zweiten Woche mussten sogar einige Wettbewerbe - unter anderem im Biathlon - wegen schlechter Sicht verlegt werden.
Im Vorfeld war viel über mögliche Terroranschläge und Sicherheitsprobleme diskutiert worden. Die Veranstalter taten deshalb alles dafür, um eine Katastrophe zu vermeiden. Unter anderem wurden sämtliche Busse und Shuttles während der Fahrt versiegelt.
Auf dem Weg zwischen Sotschi und Krasnaja Poljana versteckten sich etliche Militär-Maschinen unter weißen Netzen - Fotos oder Nachfragen waren verboten.
Kritiker hatten im Vorfeld gewarnt, dass das russische Publikum nicht gerade für Begeisterungsstürme sorgen würde. Tatsächlich waren mancherorts die Tribünen leer und die Stimmung schlecht,...
...doch es gab auch das Gegenteil: russische Zuschauer, die für eine ganz besondere Atmosphäre sorgten.
Deren Zuneigung zu den Sportlern ging teilweise sogar so weit, dass sie auch Athleten anderer Nationen anfeuerten. Die Biathletin Franziska Preuß etwa, die beim Auftritt der deutschen Staffel mit Sturz und Stockbruch die Herzen rührte.