Mode bei Olympia Geschmacksverirrt in Sotschi
Wenig vorteilhaft schiebt sich hier der Norweger Christoffer Svae aufs Eis. Seine Curling-Mannschaft ist bekannt für ihre schrillen Hosen - sie haben sogar eine eigene Fanseite auf Facebook. "Wir sind nicht das Team. Nur Freunde der Hosen", heißt es da.
Nationalstolz an den Beinen: Schon 2010 in Vancouver haben die Hosen des norwegischen Teams für Aufsehen gesorgt - und für Lacher. Da war zu erwarten, dass es auch bei den Olympischen Spielen in Sotschi nicht langweilig werden würde. Ach ja, falls Sie es noch nicht bemerkt haben - achten Sie mal auf die Curlingbesen! So passend!
Konzentrieren Sie sich! Fokussieren Sie das weiße Muster auf den Jeans! Drehen Sie Ihren Kopf leicht von rechts nach links! Na? Schon schwindlig? Hier ist die russische Curling-Mannschaft zu sehen - die können das mit den Hosen also auch.
Arme Stefania Berton. Da hat sich die Italienerin dieses schicke Minikleid im Lampenschirmdesign ausgesucht, die Lippen tiefrot geschminkt, die Haare streng zum Dutt gebunden. Und dann stiehlt ihr der Clown an ihrer Seite die Show. Der Mann in den Kanarienvogelhosen und den karierten Hosenträgern ist ihr Eiskunstlaufpartner Ondrej Hotarek.
Immerhin das muss man Maxim Trankow lassen: Die Hose ist nicht ganz so grell wie die auf dem vorherigen Foto. Und um Senfflecken muss er sich in diesem Outfit auch keine Gedanken machen. Nein, dieses Bild haben wir allein wegen der gegelten, halbrasierten Macho-Frisur ausgewählt. Und dem Goldkettchen. Und dem Johnny-Depp-Piratenhemd. Trankow holte gemeinsam mit seiner Partnerin Tatjana Wolossoschar Gold im Eiskunstlauf. Bei der Siegerrunde über das Eis trug er wenigstens ein Käppi.
In diesem Outfit könnte Fedor Klimow Getränke servieren, im Zirkus Popcorn verkaufen oder in einer Vorabendserie den schnodderigen Gutsherren geben. In Sotschi gewann er mit Partnerin Xenia Stolbowa für Russland Silber.
Drama, Drama! Jason Brown gab für die USA auf dem Eis alles - und steckte sich dafür in ein tannenbaumgrünes, goldbesticktes Hemd mit V-Ausschnitt. Die passende Hose macht das Outfit komplett.
Robin Szolkowy könnte man sich in diesem Aufzug gut in einer Zirkusmanege vorstellen - als Tigerdompteur zum Beispiel. Jemand hätte ihm zumindest sagen können, dass rosa zu rot so gar nicht passt. Seine Partnerin ...
... Aljona Sawtschenko sah aus wie eine Glitzer-Barbie in Hosen. Dagegen hatte Robin Szolkowy keine Chance aufzufallen, selbst wenn er es versucht hätte. In diesem Fall stellt er aber nicht einmal den Hintergrund in den Schatten.
Shorttracker Charles Hamelin hat für Kanada Gold über 1500 Meter geholt. So weit, so gut. Aber Punkt eins: Die Kombination aus schwarz, rot und weiß ist total in Ordnung. Die quietschgrüne Brille passt schon weniger. Der Helm gar nicht - die Farbe erinnert stark an die Fliesen in Omas Bad. Punkt zwei: Warum soll der Anzug so aussehen, als hätte jemand über enge, rotgemusterte Leggings einen genauso engen Anzug mit kurzen Beinen gezogen?
Es tut uns leid, noch einmal auf dem deutschen Team herumzuhacken. Aber haben Sie diese Oma-Blümchenhose gesehen? Die passend schreckliche Mütze? Und die Jacke mit den Streifen, die schon untereinander nicht zusammenpassen - geschweige denn zum Rosenlook? Eben. Deshalb durfte das Bild in der Sammlung einfach nicht fehlen. Für Carina Vogt zählte in diesem Moment sowieso nur eins: die Goldmedaille im Skispringen.
Knallig bunt ging es auch bei dieser Dame zu. Eine Haarfarbe war für die britische Shorttrackerin Elise Christie offensichtlich nicht genug - heraus kam ein Pferdeschwanz in rot-gelb-blond.
Den Nagellack im Italien-Design können wir ja noch verstehen - hier schlägt schließlich die italienische Shorttrack-Eisschnellläuferin Arianna Fontana die Hände über dem Kopf zusammen. Aber was soll der blaue Military-Look auf dem Rest der Nägel? Die Maniküre hat sicher ewig gedauert. Schöner wurde es dadurch leider nicht.
Einer unserer Favoriten aus der Reihe "Wild auf dem Kopf" - hier vertreten durch die österreichische Skirennläuferin Anna Fenninger. Eine Steigerung gab es ...
... beim lettischen Eishockeytorwart Edgars Masalskis. Furchteinflößend, in der Tat. Zumindest bis man sich das Kunstwerk auf seinem Kopf genauer anschaut: Ist das da auf Kinnhöhe eine Burg im Sonnenuntergang? Und glitzert das Raubtier an der Seite tatsächlich?
Jessie Vetter ist Mitglied im Eishockey-Team der USA - und bei dem Helm hätten wir auch nichts anderes vermutet. Warum die Freiheitsstatue hier allerdings so traurig-grimmig dreinblickt, wissen wir leider nicht.
Punkte. Überall Punkte bei der Argentinierin Macarena Simari Birkner. Und wir denken an: Kleiner Onkel, Fasching, Zebras.
Es hat sicher einiges an Haargel gebraucht, bis diese Frisur von Norweger Ståle Sandbech derart in die Höhe wuchs. Hier posiert der Snowboarder mit seiner Silbermedaille.
Gold gewann der US-Amerikaner Sage Kotsenburg - er war der erste Olympiasieger von Sotschi. Seine Siegerpose hätte vielleicht noch cooler ausgesehen, wenn er dabei nicht in einer glänzenden Michelin-Männchen-Jacke gesteckt hätte.
Der Schwede Henrik Harlaut trat bei den Spielen in Sotschi beim Freestyle an - mit Mega-Dreads und tiefst hängender Hose.