Oman Mit ihm können irgendwie alle
Absoluter Herrscher: Sultan Qabus ibn Said regiert seit den Siebzigerjahren über Oman. In den vergangenen Jahren hat er sein Reich wirtschaftlich konsolidiert. Auch politisch gilt das Sultanat als stabil - die Frage ist, wie lange noch. Der Machthaber ist alt und krebskrank.
In den vergangenen Jahren hat er sein Land dennoch geschickt aufgestellt. So spricht er etwa mit den verfeindeten Großmächten Iran und Saudi-Arabien gleichermaßen.
Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman liefert sich mit der schiitischen Republik Iran einen Schattenkrieg im gesamten Nahen Osten.
Besonders im Jemen liefern sich beiden Nationen einen brutalen Stellvertreterkrieg. Iran unterstützt die Huthi-Miliz, Saudi-Arabien gemeinsam mit den Vereinigten Arabischen Emiraten die international anerkannte Regierung. Auf diesem Bild ist Irans Oberhaupt, Ajatollah Ali Khamenei, zu sehen.
Empfang in Muskat: Im Oktober reiste Benjamin Netanyahu nach Oman. Sultan Qabus begrüßte den israelischen Premierminister und seine Ehefrau. Die Visite wurde international als Coup aufgefasst - und beunruhigte die Palästinenser.
Nicht zuletzt deshalb dürfte der omanische Außenminister auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas getroffen haben.
Eine Moschee in der Hauptstadt Maskat: Das Sultanat gilt als religiös gemäßigt. Am Schattenkrieg zwischen der schiitischen Republik Iran und dem sunnitischen Königreich Saudi-Arabien beteiligt sich der Sultan nicht. Er gehört - wie die Mehrheit seiner Untertanen - zur Glaubensgemeinschaft der Ibaditen, die weder sunnitisch noch schiitisch ist.
Omnipräsent in Oman: Sultan Qabus auf einem Poster an einer Mauer in der Hauptstadt.
Das Sultanat ist nicht nur ein diplomatisches Hochleistungszentrum, sondern auch Touristen-Hotspot. Auf diesem Bild ist Maskat zu sehen.