Schicht für Opel-Bochum Bitteres Ende eines langen Kampfs
Arbeiter vor dem Verwaltungsgebäude des Opelwerks in Bochum: Die Entscheidung, das Werk zu schließen, war ein schwerer Schlag für die gesamte Region.
Protest gegen die Kollegen: Von den Opelanern der anderen Werke in Europa fühlten sich die Bochumer im Stich gelassen. Die Klebefolien auf den Heckscheiben ihrer Autos drücken die Enttäuschung aus.
Betriebsratschef Rainer Einenkel: Im Gegenzug für Zugeständnisse der Beschäftigten hatte General Motors eine Betriebsgarantie bis Ende 2016 angeboten. Dies lehnte der Betriebsrat ab.
Solidaritäts-Festival für die Opel-Werker: Die Bochumer Opel-Belegschaft hatte nach monatelanger Verhandlung den Sanierungsplan mit großer Mehrheit abgelehnt, auf den sich der Mutterkonzern General Motors und die Gewerkschaft geeinigt hatten. Daraufhin hatte der Konzern beschlossen, Ende 2015 die Autoproduktion im Ruhrgebiet zu beenden.
Belegschaft in Aufruhr: Mit Arbeitsniederlegungen und Massenprotesten machten die 25.000 deutschen Opel-Beschäftigten im November ihrer Wut auf den US-Mutterkonzern General Motors Luft.
Zäher Kampf um Arbeitsplätze: In vielen Verhandlungsrunden hatten die Opel-Mitarbeiter Zugeständnisse gemacht, um eine Arbeitsplatzgarantie zu bekommen. Auch im Oktober 2004 waren die Gespräche von Arbeitskämpfen begleitet.
Schichtwechsel: Ende März 2012 eröffnete die Vermittlungsinitiative für die 3300 Beschäftigten des Bochumer Opel-Werks. Bislang haben noch nicht viele von dem Angebot Gebrauch gemacht.
Zafira-Produktion: Am 5. Dezember rollt der letzte Opel in Bochum vom Band. Die Auslieferung wird eine Woche später erfolgen, wenn die letzten Kontrollen abgeschlossen sind.
Aktive Trauerarbeit: In der Fußgängerzone in Bochum thematisierten Kunst- und Kulturprojekte im Rahmen des "Detroit-Projekts", was das Ende der Opel-Produktion für die Stadt und die Menschen bedeutet.