Opels goldene Jahre - DER SPIEGEL
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Opels goldene Jahre Als der Blitz noch einschlug

Kadetts für die Kleinen, Kapitäne für die Großen: In den sechziger Jahren baute Opel biedere, aber erfolgreiche Karren für Kleinbürger, Luxusschlitten, die Mercedes das Wasser reichten, und sogar sportive Wuthocker für Hobbyrennfahrer. Doch schon damals machte GM den Rüsselsheimern das Leben schwer.
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Opel Kadett C Cabriolet: Das in 1332 Exemplaren beim Karosseriebauspezialisten Baur in Stuttgart gefertigte Kadett C Cabriolet bescherte vergleichsweise günstig Frischluft-Feeling.

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Manta GT/E: Der Manta GT/E war das Topmodell der Rochen-Flotte - 105 PS, härter abgestimmtes Fahrwerk, mattschwarze Motorhaube sowie Sportlenkrad und Zusatzinstrumente im Innenraum beschworen den schnellen Charakter von Opels Flunder.

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Manta "Black Magic": Der Manta A "Black Magic" war ein echter Krawallbruder. Zahlreiche sportive Extras sowie eine wenig dezente Kriegsbemalung ab Werk appelierten an ambitionierte Fahrer.

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Opel Kadett D: Mit dem nüchtern designten Kadett D wurde bei Opel die Ära des Frontantriebs eingeläutet. Obwohl wegweisend für den Konzern, war er stets der ungeliebte - und ist deswegen heute aus dem Straßenbild fast gänzlich verschwunden.

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Opel Kadett City: Er sollte dem VW Golf paroli bieten. Viel zu spät hatte man bei Opel den Trend zum Kompaktwagen mit Frontantrieb erkannt, wie er in Wolfsburg in Form des Golf I vom Band lief. Wenn schon nicht Frontantrieb, dann wenigstens Kompakt, dachte man sich wohl damals bei Opel und kappte dem Kadett C einfach seinen Kofferraum.

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Kadett B Rally: Mit seinen bis zu 90 PS bei einem Leergewicht von deutlich unter einer Tonne konnte der Kadett Rally mit beachtlichen Fahrleistungen aufwarten.

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Opel Kadett B Rally: Sportliche Sondermodelle wie der Kadett B Rally strahlten auf die ganze Baureihe und die ganze Marke ab. Hier winkten große Fahrleistungen zum kleinen Preis und die Leute liebten das Konzept.

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Kadet C GT/E: Er war ein echter Brandstifter - in seiner Topmotorisierung brachte der Kadett C GT/E satte 105 PS auf die Straße. Bei einem Leergewicht von teilweise nur 750 Kilogramm mehr als genug Leistung, um Beifahrer schon mal trocken schlucken zu lassen. Mit einer dezent aufgebohrten Version des GT/E gewann Walter Röhrl einmal den Klassensieg bei der Rally Monte Carlo.

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Opel Diplomat V8 Coupé: Er war ein Straßenkreuzer mit einer fast schon grazilen Karosserie. Gerade 347 Mal wurde das Diplomat A Coupé mit dem 5,4 Liter V8 unter der Haube beim Karosseriebauer Karmann in Osnabrück gefertigt. Das absolute Opel-Flaggschiff gehört damit zu den rarsten Exemplaren im Zeichen des Blitzes - und ist - wenn überhaupt mal eins auf dem Markt auftaucht - entsprechend teuer.

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Opel Diplomat B V8: Auch im zweiten Anlauf klappte der Angriff auf Mercedes' Flaggschiff nicht. Trotz ebenbürtiger Technik, dank Ami-V8 unter der Haube sogar besseren Fahrleistungen und dabei halbem Preis sahen zu wenig Menschen in Opels Admiral eine würdige Alternative zur S-Klasse.

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Opel GT: Wie eine Chevrolet Corvette im Kleinformat wirkte der 1968 eingeführte Opel GT. Sein Erfolgsrezept: Rassiges Design, gepaart mit bodenständiger und absolut alltagstauglicher Großserientechnik.

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Opel Ascona B 400: Ein echter Feger war der zu Homologationszwecken für den Rallysport gebaute Ascona B 400. 144 PS standen bei dem extrem sportlich ausgeführten Gerät zur Verfügung. Walter Röhrl erzielte mit der Rally-Version des Ascona 400 beachtliche Erfolge.

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Matna A GT/E: Bereits vom Manta A gab es die heiße GT/E-Ausführung. Inklusive martialischer Zierstreifen und geschwärzter Motorhaube.

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Commodore D GS/E: Nach dem eher barock-amerikanischen Design der Baureihe Rekord/Commodore C hielt mit dem D-Rekord und seinem Commodore-Ableger wieder eine eher nüchtern-deutsche Gestaltungsphilosophie bei Opel Einzug.

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Commodore D Coupé: Das Design des Commodore D Coupés geriet zeitlos elegant. Es gilt, genauso wie das des Rekord D Coupés, als eines der besten aus dem Hause Opel.

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Commodore C Coupé GS/E: Der Rekord und Commodore der Baureihe C war ganz klar nach amerikanischem Muster gezeichnet. Ende der Sechziger war das durchaus üblich - auch beim ärgsten Konkurrenten Ford wurde von der Designabteilung aus hemmungslos in Richtung Konzernmutterland USA geschielt.

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Dudenhofen: Teilabschnitt des Opel-Testgeländes in Dudenhofen.

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Die großen Drei: Mit den aufwendig konstruierten "Großen Drei", den Modellen Kapitän, Admiral und Diplomat, auch kurz "KAD" genannt, blies Rüsselsheim zum Angriff auf die S-Klasse von Mercedes-Benz. Tatsächlich konnten die Opel-Flaggschiffe nicht nur in Sachen Ausstattung, sondern dank eines großvolumigen V8-Motors aus der Konzernzentrale in Detroit auch in Sachen Fahrleistungen der Sonderklasse ais Sindelfingen Paroli bieten. Die Käufer interessierte dies leider kaum - die Absatzzahlen der "Großen Drei" blieben weit hinter den Erwartungen zurück.

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Das Labor: Luftaufnahme des Opel-Testgeländes in Dudenhofen.

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Der 1.000.000. Kadett: Mitarbeiter des Opel-Werks versammeln sich zu einer Feier anläßlich der Produktion des einemillionsten Opel Kadett.

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Opel GT: Mit dem Werbeslogan für den Sportwagen GT schuf Opel ein in jeder Hinsicht geflügeltes Wort.

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Walter Röhrl und sein Kadett C GT/E: Damals warb Opel noch offensiv mit seinen sportlichen Ambitionen. Zu Recht: Walter Röhrl ärgerte mit seinem Kadett GT/E jahrelang das Rally-Establishment - bis sie ihn von Opel wegholten. Auch wenn er danach mit den Monsterautos der Gruppe B um die Kurven driftete - Röhrl ist bis heute ein erklärter Fan des kleinen Wuthockers aus Rüsselsheim.

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Opel Ascona A: Imagegewinn dank Motorsportinitiative - Opel positionierte sich in den siebziger Jahren erfolgreich als Motorsportmarke des kleinen Mannes.

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Opel Commodore: Ganz so schnieke wie dieser Herr auf einem Werbemotiv für den Commodore C war die Opel-Kundschaft selten. Opel war die Marke für die Mitte, das Bürgertum - deutsche Doggen fuhren meist Mercedes-Benz.

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Opel Diplomat: 1976er Rüsselsheimer

Foto: Dennis Gerbeckx
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