Opposition im Mullah-Staat "Du wirst sehen, Iran ist wunderschön!"
Familie Behzadi: Manoutcher Behzadi mit seiner Frau Brigitte (geb. Stark) und den beiden damals fünf und zehn Jahre alten Töchtern Asita (l.) und Lale in Teheran. Nach dem Ende des Schah-Regimes war die Familie 1979 aus der DDR in Manoutchers Heimatland Iran gezogen.
Manoutcher Behzadi: Als Mitglied der kommunistischen Tudeh-Partei wurde Manoutcher Behzadi zu Zeiten des Schahs im Iran verfolgt. Er flüchtete wie viele andere Oppositionelle Ende der fünfziger Jahre über Umwege in die DDR und lernte 1965 in Leipzig seine spätere Frau Brigitte Stark kennen.
Proteste gegen den Schah: Iranische Frauen demonstrieren Anfang Januar 1979 in Teheran gegen das Schah-Regime. Wenige Tage später, am 16. Januar 1979, verließ der Schah das Land und ging ins Exil. Dei Macht übernahm der aus Paris zurückgekehrte Ajatollah Ruhollah Chomeini, ein fundamentalistischer Islamist.
AP
Exilant Manoutcher Behzadi: "Er war wie elektrisiert, endlich durfte er wieder in sein Heimatland - nach 24 Jahren im Exil!", so Brigitte Behzadi über den Wunsch ihres Mannes, in den Iran zurückzukehren. Am 6. Februar 1983 jedoch wurde Behzahdi verhaftet und im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran eingekerkert. Am 29. November 1988 erhielt seine Frau Brigitte die Nachricht von seinem Tod - ein Grab gibt es nicht. Die Aufnahme zeigt Manoutcher Behzadi Ende der siebziger Jahre in Deutschland.
Demonstranten vor dem Schah-Palast: Ein junges Mädchen steht 1979 auf einem Panzer vor dem Eingang des Niavaran-Palasts, der Residenz des gestürzten Schahs. Am Tor sind Fotos des Ajatollah Chomeini aufgehängt, dem geistigen Kopf der "Islamischen Revolution", welche den Schah im Januar 1979 vom Thron gestoßen hatte.
Chomeinis triumphale Rückkehr: Der Revolutionsführer Ajatollah Chomeini wird nach seiner Rückkehr aus dem Exil am 1. Februar 1979 in Teheran von Anhängern begrüßt. Zwei Wochen zuvor, am 16. Januar 1979, hatte der Schah das Land verlassen.