"Organisationseinheit 85" - DER SPIEGEL
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"Organisationseinheit 85" SS - OG - BND

Fast ein halbes Jahrhundert lagen sie im Archiv - jetzt werden BND-Akten bekannt, die an ein dunkles Geheimnis der jungen Bundesrepublik rühren. Geheimdienstchef Gehlen ließ in den Sechzigern nach Ex-SS-Leuten fahnden. 71 mussten gehen. Dabei hatte er die meisten ganz bewusst eingestellt.
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BND in Pullach: Der Eingangsbereich zum Gelände des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Pullach bei München, aufgenommen 2006. Als die "FAZ" den früheren BND-Mann Hans-Henning Crome, Anfang der sechziger Jahre Leiter der BND-internen Nazijäger-Einheit "Org. 85", hier fotografieren wollte, wurde dies vom BND verboten.

Foto: ddp
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Reinhard Gehlen: Der frühere Wehrmachts-General Reinhard Gehlen 1943 als Chef der Abteilung "Fremde Heere Ost". Die Amerikaner machten Gehlen nach der deutschen Niederlage zum Leiter eines neuen Geheimdienstes, der die Erkenntnisse der NS-Spionage über die Sowjetunion im Kalten Krieg für die USA nutzbar machen sollte. Aus der "Organisation Gehlen", für die der Geheimdienstfachmann viele ehemalige Kollegen aus den Nazi-Geheimdiensten rekrutierte, entstand 1956 der Bundesnachrichtendienst (BND).

Foto: AP
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Abtransport nach Auschwitz: Holländische Juden vor ihrem Abstransport nach Auschwitz im Konzentrationslager Westerbork bei Groningen, um 1942. Kommandant von Westerbrok war zeitweise der SS-Sturmbannführer Erich Deppner, der in den besetzten Niederlanden auch die Gestapo befehlkigte. Nach dem Krieg arbeitete Deppner alias Egon Dietrich alias Ernst Borchert unter der Tarnbezeichnung "V-616" für den Bundesnachrichtendienst.

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Agentenaustausch: Der ehemalige BND-Mitarbeiter und KGB-Spion Heinz Felfe wird 1969 am Grenzkontrollpunkt Herleshausen gegen 21 politische Häftlinge ausgetauscht. Im Zuge des Prozesses gegen den KGB-Agenten war 1963 das Vorleben des Angeklagten als SS-Obersturmführer bekannt geworden. Daraufhin wurde in der Öffentlichkeit verstärkt die Frage nach alten Nazis in den Reihen des BND aufgeworfen.

Foto: OHNE
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NS-Verbrecher Brunner: Der ehemalige SS-Hauptsturmführer war als Adjutant Adolf Eichmanns an der Ermordung von mindestens 100.000 Juden beteiligt. Nach dem Zweiten Weltkrieg soll er nach Syrien geflüchtet und dort Resident des BND gewesen sein. Ob der 1912 geborene NS-Verbrecher noch lebt, ist unbekannt. Das undatierte Foto zeigt Brunner in Straßburg.

Foto: arte/HR/ dpa
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Generalmajor Gehlen: Reinhard Gehlen in den Händen der USA. Während des Zweiten Weltkriegs leitete er die Abteilung "Fremde Heere Ost".

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