Osterfest Orthodoxe Christen feiern weltweit
Wer dieses Wochenende in einem christlich-orthodox geprägten Land verbringt, kann das Osterfest zum zweiten Mal innerhalb einer Woche feiern. Das liegt daran, dass die orthodoxe Kirche sich nach dem Julianischen Kalender richtet, während die römisch-katholische Kirche sich auf den Gregorianischen Kalender bezieht. Hier ein Bild aus der Kathedrale in Tbilisi, Georgien.
Viele Gläubige besuchten die Gottesdienste, die oft bis bis tief in die Nacht gingen. Auch in Addis Abeba in Äthiopien, wie hier zu sehen. Um Mitternacht verkündeten Priester bei den Messen: "Christus ist auferstanden."
Danach wurde vielerorts ein großes Feuerwerk gezündet. Der Moskauer Vorsteher der Russisch-Orthodoxen Kirche Kirill rief die Menschen der Agentur Ria Nowosti zufolge auf, für Gerechtigkeit in der Gesellschaft einzutreten.
Kirills Messe in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau besuchte ein prominenter Gast: Russlands Präsident Wladimir Putin.
Etwa 300 Millionen Menschen gehören den orthodoxen Kirchen an. Für sie ist Ostern das wichtigste Fest des Jahres - die Auferstehung wird am Samstagabend gefeiert, um Mitternacht wird in den Kirchen das Heilige Licht entzündet.
Ein Priester im nordmazedonischen Kalishta schwenkt Weihrauch.
In Jerusalem kamen am Samstag nach Polizeiangaben Tausende Menschen in die Grabeskirche. Dem orthodoxen Glauben nach entzündete sich an Ostern selbstständig ein Licht in der Grabkapelle. Die Grabeskirche steht an jener Stelle, wo der christlichen Überlieferung nach Jesus begraben worden und auferstanden sein soll.
Der griechisch-orthodoxe Patriarch Theophilos III. entzündete an dem "Heiligen Feuer" Kerzen und gab die Flammen an Gläubige außerhalb der Kapelle weiter. Ein Meer von Kerzen erhellte die Kirche.
In Leonidio auf der Peloponnes in Griechenland ließen orthodoxe Christen bunte Laternen aus Papier in den Nachthimmel steigen...
und im kirgisischen Bishkek entzündeten Frauen Lichter auf geweihten Speisen.
In dieser Langzeitaufnahme sind die Wege der Gläubigen noch zu erkennen, die mit ihren Kerzen vor der Alexander Nevski Kathedrale in Sofia, Bulgarien beteten.